Samstag, Juni 25, 2022
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Esslinger Angreifer nach blutigem Angriff auf Schule weiter auf freiem Fuß

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An einer Grundschule in Esslingen hat ein Mann einen Lehrer und ein siebenjähriges Mädchen mit einem Messer erstochen. Beide sind im Krankenhaus, aber ihr Leben ist nicht in Gefahr. Vom mutmaßlichen Täter fehlt derweil jede Spur. Die Polizei sucht mit Hochdruck.

Die Szene vor der Katharinenschule sieht aus wie eine einfache Übung. Viele Polizisten stehen vor dem Prachtbau am Rande der Esslinger Innenstadt, zwei Krankenwagen parken vor dem Eingang und auf dem Schulhof flattert heute Morgen Absperrband. Dort war kurz zuvor ein unbekannter Mann mit einem Messer auf das Schulgelände gekommen, hatte die Ferienbetreuung besucht und erstochen. Er verletzt einen 61-jährigen Lehrer und ein siebenjähriges Mädchen, sodass sie bluten und verschwinden.

Auch Stunden nach dem blutigen Verbrechen an der Grundschule fehlt von dem Mann jede Spur, die Polizei sucht mit einem Großaufgebot, mit Spürhunden und einem Hubschrauber. Alles bisher erfolglos. Währenddessen werden die Opfer des Mannes ins Krankenhaus gebracht und behandelt. Sie wurden durch Messerstiche schwer verletzt, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr, wie ein Polizeisprecher am Schulgebäude betonte. Bei einer Durchsuchung in der Schule wird später ein Messer gefunden. Allerdings ist noch unklar, ob es sich dabei auch um die Waffe handelt, die der Mann bei seinem Angriff auf die Schule eingesetzt hat.

Im Nachhinein bleiben die Hauptfragen: Wer war der Mann? Was war sein Plan? Hatte er es gezielt auf die Frau oder das Kind abgesehen, die im Rahmen der Ferienbetreuung in der geschlossenen Schule waren? Oder waren sie Unfallopfer? Die Betreuerin und das Kind seien im Rahmen der Ferienbetreuung in der geschlossenen Schule geblieben, heißt es im Nachhinein.

„Die Hintergründe und der Verlauf der Auseinandersetzung sind noch nicht bekannt“, teilte die Polizei mit. Bisher ist beispielsweise unklar, in welchem ​​Verhältnis die Frau und das Kind und der Täter zueinander stehen. Zeugen beschrieben den Verdächtigen als 30 bis 35 Jahre alten Mann, der eine schwarze Jeans und ein schwarzes Oberteil mit weißer Schrift trug.

In Baden-Württemberg sind derzeit Pfingstferien und Kinder werden in der Schule betreut. Danach wird das Areal bis Mittag abgesperrt, Polizisten durchsuchen das Gebäude. Wer sich nach dem Verbrechen vor der Schule umschaut, sieht die fragenden und schockierten Gesichter der Anwohner. „Es ist beängstigend, dass hier so etwas passiert ist“, sagt einer von ihnen. Eigentlich ist es eine ruhige Gegend, doch am Morgen wurde er von einem Polizeihubschrauber geweckt. „Ich kann das nicht glauben.“

Der Tatort, die Katharinenschule, ist eine Ganztagsschule am Rande der Esslinger Altstadt. Während der Schulzeit werden in den drei Klassen der vier Jahrgangsstufen insgesamt 280 Jungen und Mädchen betreut.

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