Sonntag, Januar 29, 2023
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Ex-Botschafter über Ramstein Melnyk kritisiert Deutschland "Panzer-Kasperltheater"

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Im Mittelpunkt der Ramstein-Konferenz steht die mögliche Lieferung der deutschen „Leopard“-Panzer nach Kiew. Die Bundesregierung zögert weiter. Andriy Melnyk, ehemaliger Botschafter der Ukraine in Berlin, wendet sich mit klaren Worten an Deutschlands neuen Verteidigungsminister.

Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andriy Melnyk, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Widerstand gegen Lieferungen von „Leopard“ in die Ukraine einzustellen. „Wir fordern den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius auf, dieses Panzerpuppenspiel in Ramstein heute zu beenden und sofort mit der Auslieferung deutscher ‚Leoparden‘ zu beginnen“, sagte Melnyk der „Süddeutschen Zeitung“ am Rande des Treffens in Ramstein.

Deutschland dürfe sich nicht länger hinter dem Rücken der Amerikaner verstecken, so Melnyk weiter. „Noch ist es nicht zu spät, wahre Führungsstärke zu demonstrieren, um die Ukraine mit allen verfügbaren Waffen der Bundeswehr und der deutschen Rüstungsindustrie vorbehaltlos zu stärken“, sagte er. Melnyk ist jetzt stellvertretender Außenminister seines Landes.

Die Bundesregierung hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie die Lieferung von „Leopard 2“-Panzern aus deutscher Produktion nicht von der Lieferung von M1-Abrams-Panzern aus den USA abhängig machen werde. „Zu keinem Zeitpunkt (…) gab es einen Zusammenhang oder eine Forderung, dass das eine passieren muss, damit das andere passieren kann“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Vor wenigen Tagen berichteten die „Bild“-Zeitung und die „Süddeutsche Zeitung“, Bundeskanzler Olaf Scholz wolle die „Leopard“-Panzer nur liefern, wenn die USA ihren Abrams-Panzern zustimmten.

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Rheinland-Pfalz treffen sich am heutigen Freitag Verteidigungsminister und hochrangige Militärvertreter aus zahlreichen Ländern, um über eine weitere Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg zu beraten. Im Mittelpunkt soll die mögliche Lieferung von Kampfpanzern nach Kiew stehen.

Am Rande der Ramstein-Konferenz sagte Pistorius, Deutschland bereite die Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an die Ukraine vor, habe aber noch keine Entscheidung darüber getroffen. Der Verteidigungsminister erklärte, er habe den Auftrag erteilt, die Verfügbarkeit und Menge dieser Panzer zu prüfen. „Wir bereiten uns auf das Worst-Case-Szenario vor.“ Die Entscheidung über eine Lieferung werde „schnellstmöglich“ getroffen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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