Freitag, Juni 24, 2022
StartNACHRICHTENFälle aus 2014 und 2020 bekannter Amokfahrer aus Berlin zuvor psychisch auffällig

Fälle aus 2014 und 2020 bekannter Amokfahrer aus Berlin zuvor psychisch auffällig

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Unmittelbar nach der tragischen Todesfahrt vom Ku’damm wurde der angeklagte 29-Jährige in die Psychiatrie eingeliefert. Es ist nicht das erste Mal, dass ein sozialpsychiatrischer Dienst eingreifen musste: Der Deutsch-Armenier wurde zuletzt 2020 in eine psychiatrische Klinik verlegt.

Vor der Todesfahrt vom Ku’damm in Berlin hatte der angeklagte 29-Jährige mehrere psychische Probleme gehabt. Der Sozialpsychiatrische Dienst im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf habe seit 2014 mehrfach eingreifen müssen, sagte Kreisrat für Jugend und Gesundheit, Detlef Wagner. Zuletzt war das Anfang 2020. Eine konkrete Zahl von Operationen nannte Wagner mit Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht.

Der 29-Jährige wird auf Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft in einer psychiatrischen Klinik festgehalten. Die Ermittler gehen davon aus, dass eine psychische Erkrankung am vergangenen Mittwoch zu der Todesfahrt auf dem Ku’damm und in der Tauentzienstraße geführt hat. Eine Frau wurde getötet, 32 Menschen verletzt.

Nach RBB-Informationen wurde der Deutsch-Armenier 2020 in eine psychiatrische Klinik verlegt, wo eine Einweisung geprüft werden soll. Was dann geschah, ist nicht bekannt. „Wir sind immer die Ersten, die eingreifen“, erklärte Wagner. Die Psychologen und Sozialarbeiter würden von der Polizei um Hilfe gebeten, wenn die Beamten den Eindruck hätten, der Täter habe psychische Probleme. Das Team gibt dann eine Einschätzung ab, ob die betroffene Person beispielsweise in einer psychiatrischen Klinik vorgestellt werden sollte. „Danach sind wir raus“, sagt Wagner. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist in den Fortgang des Verfahrens nicht eingebunden. Daher existierten keine weiteren Dateieinträge.

Dies sei auch bei dem 29-Jährigen der Fall, erklärte der Landrat. Nach Anfang 2020 werde es keine weiteren Einträge mehr geben. „Der Mann ist – zumindest nach unseren Akten – nicht mehr mit psychischen Problemen aufgetreten“, sagt Wagner.

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