Freitag, Januar 14, 2022
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Faire Preise für Lebensmittel – Özdemir: Fleisch sollte kein Luxusprodukt sein

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Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir (Verdi) spricht im ZDF über die Schwerpunkte seiner Amtszeit und wie Preise für bessere Lebensmittel fair bleiben sollen.

Der neue Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Verdi) wird seine Ziele an diesem Freitag im Bundestag vorstellen. Özdemir setzt drei Hauptprioritäten:

Im ZDF spricht Özdemir über seine Pläne und wie er sie verwirklichen will.

Wenn es nach Özdemir geht, müssen die Junk-Food-Preise ein Ende haben. Lebensmittel müssen in Zukunft zu höheren Preisen angeboten werden und gleichzeitig bezahlbar bleiben.

In diesem Punkt gebe es einen breiten Konsens, sagte der Minister. Alle wollten Veränderungen und viele Menschen seien bereit, „mehr zu zahlen, wenn das Endergebnis mehr Tierschutz ist“. Andererseits gibt es auch klare Lobbyinteressen.

Am Beispiel von einem Kilogramm Schweinehack erklärt der Landwirtschaftsminister, warum ein Umdenken nötig ist. Der durchschnittliche Verbraucherpreis liegt hier bei 6,49 Euro. Der durchschnittliche Aktionspreis liegt bei 4,97 € und das aktuelle Angebot bei 3,38 €. Solche Preise sind nur mit großen Fabriken zu erzielen und haben nichts mit dem Wohlergehen oder der Qualität der Tiere zu tun. Dies lässt sich auch auf andere Lebensmittel wie Brot übertragen. Das derzeitige System von „Wachstum oder Scheitern“ ist laut Özdemir nicht tragbar.

Eine Erhöhung der Lebensmittelpreise müsse laut Özdemir „sozial gerecht“ bleiben: „Fleisch soll kein Luxusprodukt sein“. Allerdings muss soziale Gerechtigkeit für Verbraucher mit sozialer Gerechtigkeit für Landwirte gleichgesetzt werden.

Zum Beispiel ist es nicht fair, „wenn Sie den Landwirten 22 Cent auf den Euro geben, den Sie für Fleisch ausgeben“. Özdemir fordert, dass auch die Bauern von ihrer Arbeit leben können. Neben einer höheren Wertschätzung für die Landwirte muss es also auch einen „Mehrwert“ geben.

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