Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Faktencheck: Hat Wladimir Putin eine Waschmaschine aus der DDR geschmuggelt?

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Wladimir Putin hat während seiner Zeit als russischer Präsident sehr wenig über sein persönliches Leben und seine Geschichte preisgegeben, eine Eigenschaft, die nur Gerüchte und Misstrauen über ihn geschürt hat, insbesondere seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine.

Diese ausgeprägte Geheimhaltung war während seiner Karriere als KGB-Spion in Dresden, Deutschland, während des Kalten Krieges vielleicht von unschätzbarem Wert.

Trotz der wenigen Informationen, die wir über seine Zeit im Geheimdienst haben, scheint ihm ein besonders ungewöhnliches Gerücht entgangen zu sein.

Der Anspruch

Ein Tweet veröffentlicht am 1. Oktober 2022, behauptet, dass Putin (der in Ostdeutschland als KGB-Spion arbeitete) nach dem Ende des Kalten Krieges mit einer Waschmaschine in das heutige Sankt Petersburg zurückgekehrt sei.

Darin stand: „Fun Fact: Als die DDR zusammenbrach und Putin gezwungen war, nach Leningrad zurückzukehren, wissen Sie, was der einzige Gegenstand war, den er aus der DDR mitbrachte? Ich mache keine Witze: Es war eine Waschmaschine. „

Der Tweet schien ein Seitenhieb auf die weit verbreiteten Medienberichte zu sein, wonach russische Soldaten während der Besatzung ukrainische Häuser plünderten und Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Toiletten stahlen, um sie nach Russland zurückzubringen.

Die Fakten

Das etwas verzweifelte Bild eines jungen Paares, das eine Waschmaschine in seine neue Wohnung schleppt, wirkt nicht typisch für den russischen Präsidenten.

Mit einem gemeldeten Nettowert von bis zu 200 Milliarden US-Dollar scheinen die sparsamen Tage, als Putin Haushaltsgeräte durch Europa transportierte, hinter ihm zu liegen.

Laut zweier Zeugen (darunter seiner Ex-Frau) hat sich Putin bei seiner Rückkehr 1991 jedoch die Mühe gemacht, eine Waschmaschine aus der DDR nach Russland zu transportieren, obwohl es vielleicht nicht sein einziger „Export“ war.

Die Anekdote wird durch zwei Berichte bestätigt: einen von einem Mann, der in seine Dresdner Wohnung gezogen ist, und einen anderen, der in einer Reihe von Interviews über den Präsidenten veröffentlicht wurde, von seiner Ex-Frau Lyudmila Putina.

Das Interview mit Putina, die von 1983 bis 2013 mit dem russischen Führer verheiratet war, wurde in eine Art autobiografischen Text aufgenommen, Erste Person: Ein erstaunlich ehrliches Selbstporträt.

Putina beschrieb ihre Erfahrungen mit dem Leben in Ostdeutschland als „schrecklich“ und ging detailliert auf das Geld ein, das sie hatten (oder besser gesagt nicht hatten).

„Außerdem hatten wir während der Arbeit in Deutschland keine Ersparnisse angesammelt“, sagte sie.

„Das Auto hat unser ganzes Geld gefressen. Unsere deutschen Nachbarn haben uns ihre alte Waschmaschine geschenkt, ein 20 Jahre altes Modell. Wir haben sie nach Hause gebracht und fünf weitere Jahre benutzt.“

Als Putin 1991 aus der DDR zog, sagte Jörg Hofmann, der neue Mieter der Wohnung in Dresden, er habe den zukünftigen russischen Staatschef getroffen, um die Schlüssel abzuholen.

In einem Interview mit der deutschen Boulevardzeitung Bild sagte Hoffmann: „Zehn oder zwölf russische Soldaten halfen dabei, die Möbel zu demontieren und in Holzkisten zu verpacken.

„Sie hatten Probleme mit der Waschmaschine, da hingen sechs Männer dran und trugen sie herunter.“

Wie durch zwei getrennte Berichte bestätigt, scheint Putin also eine Waschmaschine für Ostdeutschland mitgebracht zu haben, so seltsam das auch klingen mag. Einer der Berichte weist darauf hin, dass dies entgegen der sekundären Behauptung des Tweets nicht der einzige Gegenstand war, den er mitgenommen hat.

Putins Vergangenheit in Deutschland ist in letzter Zeit erneut in den Fokus gerückt. September 2022, TheAktuelleNews widerlegte Behauptungen, er habe Ronald Raegan in Moskau bei einem Treffen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und dem ehemaligen russischen Führer Michail Gorbatschow ausspioniert.

Die Regelung

Braucht Kontext.

Zwei Berichte aus erster Hand, darunter einer von seiner Ex-Frau, besagen, dass Putin 1991 tatsächlich eine Waschmaschine aus seiner alten Dresdner Wohnung in das heutige Sankt Petersburg verlegt hat. Allerdings zumindest nach dem Bericht des Mieters, der umgezogen ist In Putins alte Wohnung nahm er auch andere Waren, darunter Möbel, mit.



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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