Samstag, Juni 25, 2022
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Fast 100 Kinder wurden nach der Bungle-Wanderung der Lehrer vom Berg geflogen

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Dutzende Schulkinder mussten von einem gefährlichen Bergwanderweg geflogen werden, nachdem ihre Lehrer die Route verpfuscht hatten.

Alpenretter setzten zwei Helikopter und 50 Bergungsexperten ein, um die 99 Jugendlichen bei starkem Regen von einem österreichischen Berghang zu bergen.

Wütende Beamte beschuldigten die Erwachsenen, die die Kinder begleiteten, die Ratschläge auf dem gefährlichen Weg falsch verstanden zu haben.

Der Weg ist in der Tat so gefährlich, dass er aus offiziellen Touristenführern entfernt wurde.

Ein Lehrer rief erst die Polizei zu Hilfe, als die zwölf- bis 14-jährigen Schüler und acht Erwachsenen auf der Alpinloipe in Hirschegg an der österreichisch-deutschen Grenze eingeklemmt wurden.

Ein Gruppenleiter stellte fest, dass die erschöpften Kinder weder vorwärts noch zurück in ihr Hotel unten im Tal konnten.

Zwei Schüler hatten sich bereits Verletzungen zugezogen, als sie auf dem rutschigen und steinigen Weg umfielen. Die Polizei sagte später, dass viele der Kinder kein geeignetes Schuhwerk für die Wanderung trugen.

Klaus Drexel, Sprecher der Bergrettung Vorarlberg, sagte, es sei nur ein Glücksfall gewesen, dass sein Team für die Bergung auf zwei Helikopter zurückgreifen konnte.

„Wir teilten sie in Gruppen auf. Die sich verschlechternden Wetterbedingungen machten diese Operation noch schwieriger“, sagte er.

„Wir sehen die jüngsten Entwicklungen im Internet sehr kritisch.

„Manche Trails, die auf den verschiedenen Webseiten gelistet und bewertet sind, gibt es gar nicht mehr.“

Später stellte sich heraus, dass der Lehrer, der die Reise plante, die Route auswählte, nachdem er einen Beitrag auf einer Wander-Website gelesen hatte. Es wurde als ideale Gelegenheit für einen „entspannten Feierabendspaziergang“ beschrieben, aber sie bemerkte nicht, dass der Autor des Posts ein erfahrener Kletterer war, der fast 300 Wander- und Kletterberichte veröffentlicht hatte.

Drexel warnte später: „Naiv darauf zu vertrauen, was man irgendwo im Internet liest, kann einen in unangenehme Situationen bringen.“

Er appellierte an Touristen, die bei Wanderwegen unsicher sind, sich beim örtlichen Tourismusbüro oder bei Alpenvereinen beraten zu lassen.

Mehr als 50 Bergretter, Feuerwehrleute und medizinisches Personal waren an der riesigen Rettung beteiligt.

Berichten zufolge litten mehrere Schüler an Unterkühlung und einige benötigten Beratung durch örtliche Psychologen.

Vorarlberger Polizeisprecher Wolfgang Duer: „Unsere Teams haben sich darauf konzentriert, die Schüler so schnell wie möglich ins Tal zu bringen.

„Der Rettungsruf wurde am späten Nachmittag getätigt und es wurde schnell dunkel.“

Ob die Schule für die Rettung aufkommen muss, ist unklar.

Die örtliche Polizei hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch im westösterreichischen Vorarlberg erstattet.

In den letzten Jahren haben die österreichischen Behörden ihre Versuche intensiviert, Touristen für komplexe Rettungsaktionen in Rechnung zu stellen.

Es gab zahlreiche Fälle von Touristen, die per Luftbrücke in Sicherheit gebracht wurden, nachdem sie sich für anspruchsvolle Wanderwege entschieden hatten, während sie nur Flip-Flops oder Turnschuhe trugen.

Lokale Rettungsdienste warnen das ganze Jahr über vor den Gefahren von Wetteränderungen wie plötzlichen Regengüssen, Gewittern und starkem Schneefall.

Andreas Haid, Bürgermeister der Kreisstadt Mitterberg, sagte, es werde immer schwieriger, die Qualität von Wanderberichten im Internet zu überprüfen.

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