Dienstag, Januar 25, 2022
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Fast zwei Drittel ohne Schutz, Großteil der Covid-Intensivpatienten ungeimpft

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Von knapp 9.000 Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen sind mehr als 60 Prozent nicht geimpft. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Robert-Koch-Instituts und der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI. Der Anteil der Gesteigerten liegt hingegen im einstelligen Prozentbereich.

Fast zwei Drittel der neu aufgenommenen Corona-Patienten auf Intensivstationen sind ungeimpft. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, wie die beiden Organisationen mitteilten. Demnach waren von knapp 9000 Intensivpatienten, bei denen der Impfstatus bekannt war, 62 Prozent ungeimpft. 10 Prozent hatten einen unvollständigen Immunschutz, dh waren ohne Impfung genesen oder hatten eine Teilimmunisierung. 28 Prozent hatten eine komplette Grundimpfung oder hatten bereits eine Auffrischimpfung, der Anteil mit Auffrischimpfung lag bei rund 5,8 Prozent.

Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum vom 14.12.2021 bis 12.01.2022. RKI und DIVI weisen darauf hin, dass die ausgewerteten Daten in dieser Form nicht geeignet sind, die Wirksamkeit der Impfung zu beurteilen. Dazu müssten die Daten unter anderem in Bezug zur Entwicklung der Allgemeinimpfungsrate der Bevölkerung stehen. In Deutschland hatten 72,3 Prozent der Bevölkerung bis Donnerstag eine komplette Grundimpfung erhalten, 45,07 Prozent hatten bereits eine Auffrischimpfung erhalten.

Die Zahl der Covid-Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern geht derzeit zurück. Wie aus den Daten im DIVI-Register vom Donnerstag hervorgeht, werden derzeit 2959 Corona-Patienten klinisch behandelt – 91 weniger als am Vortag. 1782 davon müssen belüftet werden.

Die Daten zeigen laut Aerosolforscher Gerhard Scheuch „den deutlich milderen Krankheitsverlauf durch Omikron“. „Die Zahl der Infektionen hat sich seit dem 1. Januar mehr als verdoppelt“ er schreibt auf Twitter. „Trotzdem sinkt die Zahl der Patienten auf Intensivstationen.“ Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Omikron mildere Krankheitsverläufe verursacht als die Delta-Variante.



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