Sonntag, Juni 26, 2022
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"Fauler Zirkus namens Trial" Soldatenfamilien empört über das Todesurteil

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Die beiden zum Tode verurteilten Militanten aus Mariupol werden von den Donezker Separatisten wie ausländische Söldner behandelt. Tatsächlich sind sie in der Ukraine verwurzelt. Ihre Familien sind schockiert über den Zynismus des russischen Schauprozesses.

Die Familie eines von prorussischen Separatisten zum Tode verurteilten Briten hat sich schockiert über das Urteil in der selbsternannten Volksrepublik Donezk geäußert. Das britische Außenministerium teilte stellvertretend für die Angehörigen mit, die gesamte Familie des 48-Jährigen sei „am Boden zerstört und betrübt über den Ausgang des rechtswidrigen Schauprozesses der sogenannten Volksrepublik Donezk“.

Als Einwohner der Ukraine und Vertragsmarine sollten ihm alle Rechte eines Kriegsgefangenen nach der Genfer Konvention gewährt werden, sagte die Nachrichtenagentur PA in der Erklärung. Dazu gehört auch eine völlig unabhängige Rechtsvertretung.

Aiden Aslin und Shaun Pinner wurden am Donnerstag zusammen mit Brahim Saadoun, einem Marokkaner, vom Obersten Gerichtshof der separatistischen Volksrepublik Donezk (DVR) nach einem „Schauprozess“ wegen Terrorismusvorwürfen verurteilt. Sie wurden im April in Mariupol festgenommen. Der 28-jährige Aslin ist ein ehemaliger Betreuer aus Newark, lebt seit 2018 in der Ukraine, seine Verlobte ist Ukrainerin, nach britischen Medienberichten besitzt er selbst die britische und die ukrainische Staatsbürgerschaft. Pinner, 48, ein ehemaliger britischer Soldat aus Bedfordshire, ist vor vier Jahren in die Ukraine gezogen und hat eine ukrainische Frau.

Beamte des Außenministeriums in London betonten laut The Times, dass die Ukraine die Führung in den Verhandlungen übernehmen müsse, um die Freilassung der Männer zu erreichen, da sie Angehörige der ukrainischen Armee seien. In London gibt es Befürchtungen, dass es Moskau helfen würde, wenn ihr Fall zu einem Zankapfel zwischen Großbritannien und Russland gemacht würde, wenn sie behauptet, die Männer seien „Söldner“, die keinen Anspruch auf Schutz nach internationalem Recht haben.

Auf Facebook drückte Pinners ukrainische Frau Larysa ihre Frustration über die „Absurdität und den Zynismus dieses faulen und falschen Ereignisses namens ‚Prozess‘“ aus. „Wir alle verstehen auch, dass die russische Propaganda diesen Fall voll ausnutzt, und dieser Zirkus wird noch lange weitergehen“, schrieb sie.

Diana Okovyta, Aslins Verlobte, ist inzwischen nach London gereist. Am Samstagabend postete sie in den sozialen Medien: „Ich wünschte, du wüsstest, dass du nicht vergessen bist, du nicht allein bist, nicht verlassen bist und nicht verlassen wirst. Ich hoffe, dass du es tief in deiner Seele noch weißt und fühlst.“ Sie wandte sich an ihren Verlobten und schrieb: „Ich denke, wir werden bald Bilder von dir in den Zeitungen sehen, auf denen du lächelst.“

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