Freitag, August 12, 2022
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FDP-Politiker ein "Starthilfe" Strack-Zimmermann kontert Schröders Aussage

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Die Behauptung von Altkanzler Gerhard Schröder, der Kreml wolle eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg, findet FDP-Verteidigungsexperte Strack-Zimmermann absurd. Sie hält sich eher an das, was aus dem Kreml zu hören ist – und fordert deshalb längerfristige Waffenhilfe für Kiew.

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, kritisiert die Aussage von Altkanzler Schröder, Russland strebe eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg an. „Wenn er sagt, Putin will eine Lösung, dann kann ich Ihnen heute schon sagen, wie die Lösung aussehen soll: Putin will nämlich die Ostukraine“, sagte Strack-Zimmermann zu „ntv Frühstart“.

Außenminister Lawrow kündigte zudem an, Russland wolle einen Regierungswechsel in Kiew und die Ukraine als eigenständigen Staat von der Landkarte tilgen. „Deshalb höre ich ernsthafter auf das, was Herr Lawrow sagt, als auf das, was der Altkanzler sagt.“ In einem Interview mit „Stern“ und RTL/ntv nach einem Treffen mit Putin in Moskau äußerte sich Schröder optimistisch über ein friedliches Ende des Krieges.

FDP-Politiker Strack-Zimmermann forderte eine Perspektive für längerfristige Waffenlieferungen an die Ukraine. „Wir müssen uns heute damit beschäftigen, wie wir die Ukraine im Herbst weiter unterstützen können“, sagte der Verteidigungsexperte. Sie müssen sich im September oder Oktober mit der Situation auseinandersetzen, weil der Krieg viel länger dauern wird.

Die FDP-Politikerin erneuerte ihre Kritik, dass der „Engpass“ bei Waffenlieferungen im Kanzleramt liege. Sie erkennen an, dass in den letzten Wochen viel passiert ist. „Wir werden der Kanzlerin und ihrem Umfeld, die manches kritisch sehen, weiter Mut machen.“ Deutschland liefert jetzt schweres Gerät und leistet wirtschaftliche und humanitäre Hilfe.

Strack-Zimmermann verteidigte den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan. „Ich finde es gut und mutig, einer wichtigen, starken Demokratie im Indopazifik zu signalisieren, dass wir bei Ihnen sind“, sagte der Politiker. Auch der Zeitpunkt der Reise inmitten vieler Krisen ist unproblematisch. „Taiwan ist ein freies Land und es muss für einen amerikanischen Politiker möglich sein, ihn zu besuchen.“

Stattdessen kritisierte Strack-Zimmermann die Reaktion Pekings. „China ist nicht gezwungen, Panzer auszurollen, weil ein Politiker Taiwan besucht.“ Eine erhöhte Kriegsgefahr könne sie nicht erkennen. Man muss die Situation mit Interesse betrachten, darf sie aber nicht überschätzen. Die Frage nach möglichen Sanktionen oder gar Waffenlieferungen im Kriegsfall stellt sich derzeit nicht. Mit dem Ukraine-Krieg liegt ein Konflikt direkt vor der Haustür. „Das ist unser Fokus.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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