Samstag, November 26, 2022
StartNACHRICHTENFehler bei der Wehrpflicht Die russische Region schickt Tausende von Rekruten nach...

Fehler bei der Wehrpflicht Die russische Region schickt Tausende von Rekruten nach Hause

- Anzeige -


Der Kreml gibt die Zahl der Rekruten vor und die Regionen müssen sie umsetzen. Die Folge ist, dass Männer teilweise wahllos zum Militärdienst eingezogen werden – ob sie die Voraussetzungen erfüllen oder nicht. Tausende von Rekruten dürfen jetzt in einer Region nach Hause gehen. Aber die Probleme enden dort nicht.

Nach offiziellen Angaben kehren immer mehr Reservisten zu ihren Familien zurück, nachdem Kremlchef Wladimir Putin auch Fehler bei der Teilmobilmachung für den Krieg in der Ukraine kritisiert hatte. In der Region Chabarowsk im äußersten Osten Russlands sagte Gouverneur Michail Degtyaryov, dass von „mehreren tausend“ Wehrpflichtigen die Hälfte zurückgekehrt sei. Sie wurden daher beschlagnahmt, obwohl sie die Kriterien nicht erfüllten.

Der zuständige Leiter des Bezirkswehrersatzamtes sei entlassen worden, schrieb Degtyaryov auf dem Nachrichtensender Telegram. Wie es zu den Fehlern kommen konnte, erklärte der Gouverneur nicht. Mindestens 300.000 Reservisten sollen landesweit eingezogen werden, um in den besetzten ukrainischen Gebieten nach zahlreichen Niederlagen der russischen Armee die Stellung zu halten.

Zu Einschätzung britischer Geheimdienste Allerdings stößt Russland auch bei den regelkonform Rekrutierten auf erhebliche Probleme. Eingezogene Reservisten würden sich deshalb vorübergehend in Zeltlagern versammeln, heißt es in dem täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Dies deutet darauf hin, dass das Militär Schwierigkeiten hat, Rekruten auszubilden und Offiziere für die Führung neuer Einheiten zu finden. In den sozialen Medien sind zahlreiche Videos von russischen Rekruten aufgetaucht, die auf offenem Gelände campen und auf ihr Kampftraining warten. Sie berichten, dass ihnen gesagt wurde, sie sollten ein paar Tage warten.

Hunderttausende Russen sind ins Ausland geflohen, um der Rekrutierung durch die russischen Behörden zu entgehen. Die von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnte Mobilisierung löste die größten Antikriegsproteste seit Monaten aus. Es gab auch Brandanschläge auf Wehrdienststellen.

Der russische Präsident selbst sagte vergangene Woche, alle Fehler bei der Einberufung von Reservisten müssten „korrigiert“ werden. Seit Tagen beklagen Reservisten, dass sie trotz tödlicher chronischer Krankheiten, hohen Alters oder anderer Ausschlusskriterien zum Wehrdienst eingezogen werden. Putin sagte, dass jeder, der irrtümlicherweise an die Front geschickt wurde, nach Hause zurückkehren muss. Dies gilt auch für Väter kinderreicher Familien. Der Kremlchef forderte die Generalstaatsanwaltschaft auf, Verstöße gegen die Mobilisierung zu verfolgen.



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare