Samstag, Oktober 1, 2022
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Flugwindkraftanlagen nutzen Windenergie in großen Höhen

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Windkraftanlagen sind heute ein alltäglicher Anblick, aber viele stören sich an ihrer Größe. Flugwindkraftwerke hingegen nutzen die Windenergie in großer Höhe, ohne aufzufallen.

Im Zuge der aktuellen Energiekrise und des Klimawandels ist die Suche nach einer alternativen Energiequelle in vollem Gange. Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen gehören zu den Marktführern bei erneuerbaren Energien und haben sich in vielen Teilen des Landes bereits etabliert.

Aber es gibt auch Kritik. Dies hängt meistens mit dem Standort und der Größe der Systeme zusammen. Auf der Suche nach einer Alternative zu den unbeweglichen Giganten entstand die Idee der fliegenden Windkraftanlagen.

Flugwindkraftanlagen können im Vergleich zu konventionellen Windkraftanlagen bei geringerem Rohstoffverbrauch höhere Windstärken erreichen. Der Turm einer Windmühle wird durch ein dünnes Seil ersetzt. Anstelle des Rades fliegt ein Drachen, also eine Art Drachen. Unternehmen wie EnerKíte und Kitewinder entwickeln Flugwindkraftanlagen nach diesem Prinzip.

Ein fliegender Drache allein erzeugt jedoch keinen Strom. Florian Breipohl, Forschungskoordinator und künftiger Geschäftsführer von EnerKíte, erklärt die Funktionsweise folgendermaßen: Ein Drachen fliegt dynamisch über eine achtförmige Bahn. Dadurch entsteht ein Auftrieb, der das Seil zieht. Dieser Zug wird zu einem Generator am Boden geschickt, der die Energie in Strom umwandelt. Der Strom wird dann in einer Batterie gespeichert. Dieser Mechanismus ermöglicht einen kontinuierlichen Stromfluss. Theoretisch wäre eine Ertragskraft von 400 bis 600 Megawattstunden pro Jahr möglich – damit könnten die Drachen ganze Wohnanlagen mit Strom versorgen.

Da Flugwindkraftanlagen eine neuere Technologie sind, stecken sie noch in den Kinderschuhen. 2023 sollen die ersten Prototypen mit einer Ausgangsleistung von 30 Kilowattstunden gebaut und getestet werden. Die ersten kommerziell erhältlichen Drachen sollen 2026/27 erscheinen, sagt Breipohl.

Harry Lehmann, Vorstandsmitglied des WCRE (World Council Renewable Energies) und Leiter des PtX Lab, sieht den Erfolg des Projekts eher skeptisch. Er erwartet nicht, dass Flugwindkraftwerke in naher Zukunft eine brauchbare Alternative zu Windrädern und anderen erneuerbaren Energien sein werden. Es sei physikalisch möglich, einen Drachen auf eine Megawattleistung zu skalieren, sagt Lehmann. Dies würde jedoch einen technischen Sprung erfordern, der ein großes Hindernis darstellt.

Mit anderen Marktführern der Erneuerbaren Energien kann die Technologie noch nicht mithalten, da das Preis-Leistungs-Verhältnis noch nicht vergleichbar ist.

Dennoch sind die ersten Flugwindkraftanlagen bereits auf dem Markt – wenn auch nicht in dieser Größenordnung. Das kleine französische Unternehmen Kitewinder beispielsweise stellte auf der diesjährigen IFA in Berlin seinen kleinen Energiedrachen vor: ein Mini-Flugwindkraftwerk mit einer Leistung von ein bis zwei Kilowattstunden pro Tag. Zielgruppe sind hier vor allem Camper.



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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