Mittwoch, Oktober 20, 2021
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Folgen des Corona-Pandemie-Lockdowns machen Kinder psychisch krank

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Allein im Jahr 2020 werden Kinder weltweit durchschnittlich monatelang mit Lockdowns leben müssen. Eine Studie zeigt, wie sehr die Corona-Maßnahmen die Jüngsten belasten. Mehr als 13.000 Kinder werden befragt – die Mehrheit berichtet von einer Zunahme negativer Gefühle.

Laut einer aktuellen Studie hat die Politik der Corona-Sperren weltweit zu deutlich mehr Erkrankungen bei Kindern geführt. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children unter Berufung auf Daten der „Oxford Covid-19 Government Response Trackers“ mit. Es gab eine Zunahme von Fällen von Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und sogar Selbstverletzungen. Berücksichtigt wurden die Umfrageergebnisse von mehr als 13.000 Kindern in 46 Ländern.

83 Prozent der Kinder berichteten Berichten zufolge von einer Zunahme negativer Gefühle aufgrund der Pandemie. Diese Gefühle waren bei der Mehrheit der Kinder (96 Prozent) nach mehr als 17 Wochen Schulschließung deutlich ausgeprägter. In den Industrieländern bleiben bis zu 50 Prozent der psychischen Erkrankungen unbehandelt, in den Entwicklungsländern sind es sogar zwischen 76 Prozent und 85 Prozent.

Marie Dahl, Head of Mental Health bei Save the Children, sagte, die Corona-Maßnahmen seien wichtig, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Aber soziale Isolation kann bei Kindern zu Angstzuständen und Depressionen führen. „Wenn hier keine Reaktion erfolgt, können Langzeitfolgen entstehen – auch wenn die Beschränkungen aufgehoben werden.“

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 hätten Kinder durchschnittlich 184 Tage unter gesetzlichen Schließungen oder Einschränkungen gelebt, hieß es. In einkommensstarken Ländern wie Kanada mussten einige Kinder insgesamt 13 Monate (402 Tage) zu Hause bleiben, hieß es. In Europa waren es durchschnittlich neun Monate. In Indien verbrachten Kinder mindestens 100 Tage zu Hause.

Die Unregelmäßigkeit des Online-Unterrichts führte aber auch zu gestörten Abläufen, wie Save the Children anlässlich des Welttages der psychischen Gesundheit am Sonntag berichtete. Dies wirkt sich auch auf soziale Interaktionen und ihren Schlaf und damit auf das Wohlbefinden der Kinder aus. Alle Regierungen werden aufgefordert, während und nach der Covid-19-Pandemie Priorität in die psychische Gesundheit und das regulierte Lernen von Kindern zu legen und in diese zu investieren.

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