Montag, Dezember 6, 2021
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Foltervideos sorgten für Entsetzen – jetzt entlässt Putin Russlands Gefängnischef

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Foltervideos aus einem Gefängniskrankenhaus zeigen schockierende Szenen – jetzt hat Präsident Wladimir Putin den Chef des nationalen Strafvollzugs entlassen. Der Schritt gilt als weitere Bestätigung der Authentizität der Aufnahmen, die vermutlich teilweise als Videobeweis für Auftraggeber gedacht waren.

nNachdem der russische Präsident Wladimir Putin Videos von Folter, Vergewaltigung und Misshandlung von Gefangenen veröffentlicht hatte, entließ er den Leiter des nationalen Strafvollzugs. Der bisherige Direktor Alexander Kalaschnikow sei seines Amtes enthoben worden, teilte der Kreml am Donnerstag in Moskau mit. Als sein Nachfolger wurde Arkady Gostev ernannt.

Die Foltervideos aus einem Gefängniskrankenhaus in der Stadt Saratow und anderen Regionen lösten weit verbreitetes Entsetzen und Ermittlungen aus. Gleichzeitig beklagten Menschenrechtsaktivisten, dass die Regierung auch nach diesen beispiellosen Beweisen für die Misshandlung von Gefangenen untätig bleibt. Putins Wechsel kam überraschend – und gilt als weitere Bestätigung der Authentizität der Aufnahmen.

Zu sehen sind Szenen schwerer Misshandlungen von Männern, darunter Vergewaltigungen mit Gegenständen. Kalaschnikow entließ den Leiter des Gefängniskrankenhauses Saratow und andere Mitarbeiter, die Häftlinge gefoltert hatten. Zudem wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Forderungen nach einer Erneuerung des Systems prallten jedoch von den Mauern der Behörde ab.

Das Filmmaterial wurde vom Gründer der Menschenrechtsinitiative Gulagu.net, Vladimir Ossetschkin, veröffentlicht. Der ehemalige Häftling Sergej Saveliev hat sie aus dem Gefängnis in Saratow geschmuggelt. Beide flohen nach Frankreich und berichten von einer „systematischen Folter“ in Russland.

Ossetschkin hatte Putin in einem offenen Brief zum Handeln aufgefordert. Er schlug vor, die Videos im Auftrag des FSB, des Inlandsgeheimdienstes und des Justizvollzugs zu machen, um Häftlinge erpressbar zu machen. Manchmal gibt es auch Feinde der Häftlinge, die für viel Geld die Folter angeordnet und Videobeweise beschafft haben.

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