Freitag, Januar 21, 2022
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Frankreich: Kritik am Corona-Regelchaos an Schulen

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Frankreich hat in jüngster Zeit einen der größten Schulproteste erlebt: In mehreren Städten gingen Lehrer, Eltern und Oppositionspolitiker auf die Straße. Die Corona-Regeln in den Schulen sind Ihnen zu chaotisch.

Aus Protest gegen die chaotische Corona-Politik an Schulen gingen Lehrer, Eltern und Oppositionspolitiker in Frankreich auf die Straße. „Blanquer in Quarantäne“ war auf Plakaten der Demonstranten zu lesen, die an Bildungsminister Jean-Michel Blanquer gerichtet waren. Mehrere Oppositionspolitiker forderten seine Absetzung. Tatsächlich wurde das Protokoll für Schulen seit dem Ende der Weihnachtsferien mehrmals geändert.

Nach Angaben der Gewerkschaft wurde jede zweite Grundschule des Landes geschlossen. „Die Regierung gibt Regeln bekannt, ohne darüber nachzudenken, was sie in der Praxis bedeuten“, sagte Olivier Flipo, Schuldirektor der Abteilung Val d’Oise nördlich von Paris, die Nachrichtenagentur AFP.

Etwa 75 Prozent der Grundschullehrer beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft an dem Streik. Die Behörden gehen jedoch von rund 39 Prozent aus. Im Gegensatz zu früheren Lehrerstreiks hatten sich diesmal fast alle Gewerkschaften verbündet. Unterstützt wurden sie auch von Verbänden der Elternvertreter und Schulleiter.

Mehrere Oppositionspolitiker bekundeten ihre Solidarität mit den Streikenden.

Viele Schulleiter und Lehrer beklagen, dass sie erst in letzter Minute über die Änderungen informiert werden. Die Entscheidung, auf Unterrichtsschließungen auch in mehreren positiven Fällen zu verzichten, kündigte Bildungsminister Blanquer zunächst in einem Zeitungsinterview am letzten Ferientag an, der mit einer Zahlungssperre im Internet versehen wurde.

Viel Kritik gab es auch, wenn Eltern von Schulkindern tagsüber hintereinander von der Arbeit abgeholt wurden, um ihre Kinder in einer Apotheke testen zu lassen – was oft nur mit langen Wartezeiten möglich war. Bei einem negativen Test durften die Kinder dann wieder zur Schule gehen. Ab Freitag sollen Selbsttests und eine schriftliche Erklärung der Eltern zum Testergebnis ausreichen.

Im Gegensatz zu Deutschland hat Frankreich nie regelmäßige Tests für Schüler eingeführt. Der Einsatz von FFP2-Masken für Lehrer oder Luftfilter für Klassenzimmer wird in der Öffentlichkeit selten diskutiert.

„Unser Hauptanliegen ist, dass die Schulen geöffnet bleiben“, sagt der Bildungsminister, der oft betont, dass Schulen bei der Verbreitung des Virus keine besondere Rolle gespielt haben. Er weist auch immer wieder darauf hin, dass Frankreich das Land ist, in dem seit Beginn der Pandemie die wenigsten Schulen geschlossen wurden.



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