Samstag, September 24, 2022
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Freier Grenzübertritt: Serbien und Kosovo legen Identitätsstreit bei

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Nach Angaben von EU-Außenbeauftragter Borrell ist der Streit zwischen Serbien und dem Kosovo um die Einreisedokumente beigelegt. Alle Bürger sollen nun mit ihren jeweiligen Ausweisen frei zwischen den beiden Ländern reisen können.

Nach Angaben der EU haben Serbien und Kosovo einen Streit über die Gültigkeit der Ausweispapiere ihrer Bürger beim Grenzübertritt beigelegt.

„Wir haben eine Einigung“, sagte EU-Außenbeauftragter Josep Borrell. Während des von der EU vermittelten Dialogs hatte Serbien zugestimmt, spezielle Ein- und Ausreisedokumente für Personen mit Kosovo-Pässen abzuschaffen. Kosovo wiederum hat versprochen, solche Papiere für Menschen mit serbischen Pässen nicht einzuführen. Alle Bürger könnten nun mit ihren jeweiligen Ausweisen frei zwischen dem Kosovo und Serbien reisen, sagte Borrell.

Borrell sprach von einer „europäischen Lösung“. Der spanische Politiker schrieb auch, er gratuliere dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti zu dieser Entscheidung. Auch Kurti antwortete kurz darauf auf Twitter: „Reziprozität sollte der Geist grundlegender Lösungen sein.“

Der Kosovo-Vertreter der serbischen Regierung, Petar Petkovic, sprach von einem Schritt, um „Frieden und Stabilität auf dem Territorium des Kosovo zu gewährleisten und serbische Personalausweise für die im Kosovo lebenden Serben“ und damit für die Präsenz des serbischen Staates in diesem Gebiet zu erhalten „.

Die umstrittenen Einreisebestimmungen für Serben sollten am 1. September in Kraft treten. Ursprünglich sollten sie seit dem 1. August gelten. Auf Druck der USA und der EU wurden die Pläne jedoch um einen Monat verschoben. Das Ziel der kosovarischen Regierung war es, Serben, die die Grenze überquerten, so zu behandeln, wie Kosovaren von Serbien behandelt wurden.

Seit fast anderthalb Jahrzehnten weigert sich Serbien, die Unabhängigkeitserklärung seiner ehemaligen Provinz Kosovo anzuerkennen. Das muslimische Kosovo erklärte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien. Deutschland und eine Mehrheit der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen erkennen die Republik an. Rund fünf Prozent der 1,8 Millionen Kosovaren sind Serben.

In der Vergangenheit kam es im Grenzgebiet zu Blockaden und Zusammenstößen zwischen der serbischen Minderheit und Sicherheitskräften. Die Vermittlung der EU zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern war in den letzten Jahren kaum vorangekommen.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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