Montag, Januar 24, 2022
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Frontex: Zahl der illegalen Grenzübertritte auf Vor-Corona-Ebene

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Sie kommen aus Syrien, Tunesien oder Afghanistan: Fast 200.000 Mal versuchten im vergangenen Jahr Menschen, illegal in die EU einzureisen. Nach Angaben der Grenzschutzbehörde Frontex ist die Zahl so hoch wie vor der Pandemie.

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die EU erreichte im vergangenen Jahr einen Höchststand seit 2017. Die EU-Grenzschutzbehörde Frontex verzeichnete nach vorläufigen Angaben knapp 200.000 Grenzübertritte, wie die in Warschau ansässige Behörde mitteilte. Das sind 36 Prozent mehr als 2019 und 57 Prozent im Vergleich zu 2020, als die Corona-Beschränkungen noch deutliche Auswirkungen auf die Migration hatten.

Laut Frontex waren die meisten Festgenommenen Syrer, gefolgt von Tunesiern, Marokkanern, Algeriern und Afghanen. Vor allem über das zentrale Mittelmeer und den Westbalkan kamen mehr Menschen als im Jahr 2020. Rund ein Drittel der illegalen Grenzübertritte (65.362) soll über das zentrale Mittelmeer nach Italien oder Malta geführt worden sein. Das sind 83 Prozent mehr als im Jahr 2020. Mit Blick auf den Westbalkan stieg der Wert um 125 Prozent auf rund 60.000.

Deutlich stärker – wenn auch auf deutlich geringerem Niveau – war die Zunahme der Migration über Weißrussland in die EU. An der östlichen Landgrenze wurden laut Frontex 7.915 illegale Grenzübertritte registriert. Das war eine Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahr. Die EU wirft dem autoritären weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisengebieten nach Minsk eingeflogen zu haben, um sie dann in die EU zu schmuggeln.

Laut Frontex weisen die Zahlen auf die versuchten und erfolgreichen illegalen Einreisen hin. Dieselbe Person kann mehrfach gezählt werden, wenn sie es mehrmals versucht oder wenn sie beispielsweise erst illegal nach Griechenland und später auf der Balkanroute wieder illegal nach Kroatien einreist.



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