Sonntag, Januar 23, 2022
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Galápagos-Inseln: Ecuador erweitert Meeresschutzgebiet

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Ecuador hat das Meeresschutzgebiet rund um die Galápagos-Inseln um 60.000 Quadratkilometer erweitert – es ist nun das zweitgrößte der Welt. Damit sollen die Wanderrouten bedrohter Tierarten geschützt werden.

Das Meeresschutzgebiet rund um die Galápagos-Inseln im Pazifik wächst um 60.000 Quadratkilometer. Ecuadors Präsident Guillermo Lasso unterzeichnete das entsprechende Dekret an Bord eines Forschungsschiffs in der Bucht von Puerto Ayora im Beisein von Ex-US-Präsident Bill Clinton und Kolumbiens Staatschef Iván Duque.

Das neue Gebiet namens „Hermandad“ wird die Galápagos-Inseln mit den Inseln Coiba (Panama), Malpelo (Kolumbien) und Coco (Costa Rica) verbinden und die Migrationsrouten gefährdeter Arten wie Schildkröten, Wale und Haie schützen. Die Staatschefs der beteiligten Länder haben das neue Meeresschutzgebiet im vergangenen Jahr auf der Weltklimakonferenz in Glasgow angekündigt.

„Es gibt Orte, die die Geschichte der Menschheit geprägt haben, und heute fühlen wir uns geehrt, an einem dieser Orte zu sein“, sagte Lasso. „Diese Inseln lehren uns etwas über uns selbst: Was wäre, wenn wir nicht als Herren dieser Erde, sondern als ihre Beschützer handeln würden?“ Die Ozeane seien „wichtige Regulatoren des Weltklimas“. Sie zu schützen sei „kein naiver Idealismus, sondern eine lebensnotwendige Notwendigkeit“.

Rund 138.000 Quadratkilometer Meeresfläche rund um den Galápagos-Archipel stehen seit 1998 unter Schutz. Die Inseln gehören zu Ecuador und liegen rund 1000 Kilometer westlich der südamerikanischen Küste im Pazifik. Das Schutzgebiet, in dem die industrielle Fischerei verboten ist, ist heute mit 198.000 Quadratkilometern das zweitgrößte Meeresschutzgebiet der Welt. Das Gebiet soll durch weitere Schutzgebiete im benachbarten Kolumbien und Panama ergänzt werden, um ein internationales Biosphärenreservat zu schaffen.

Die Galápagos-Inseln gehören aufgrund ihrer einzigartigen Artenvielfalt seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Archipel beherbergt die weltweit größte Anzahl endemischer Arten – Arten, die nur dort vorkommen – wie Meeresleguane, Landleguane und Galápagos-Finken. Berühmt wurde es durch den britischen Naturforscher Charles Darwin, der auch seine Evolutionstheorie auf seine Beobachtungen dort stützte.



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