Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTEN"Gebühren einfrieren" ...

"Gebühren einfrieren" Wie Lindner ARD und ZDF umbauen würde

- Anzeige -


Der gefühlte Skandal an der Spitze des RBB regt zu Ideen für eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an. FDP-Chef Lindner spricht sich für ein Gebührenmoratorium und eine künftige Aufgabenteilung zwischen ARD und ZDF aus. Er würde auch die Gehälter der Direktoren kürzen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich gegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ausgesprochen. „Ein Einfrieren der Gebühren wäre das richtige Signal angesichts der Belastung der Menschen durch die Inflation“, sagte Lindner der Süddeutschen Zeitung. Die Sender sollen „Preis- und Tariferhöhungen durch Konsolidierung und Reform der bestehenden Haushalte finanzieren“. Dies sei „realistisch und ambitioniert zugleich“, sagte der FDP-Politiker.

Als Teil der Reformbemühungen schlug Lindner vor, die Gehälter der Direktoren zu deckeln. Da die öffentlich-rechtlichen Sender gebührenfinanziert sind, brauche es „einen objektiven Maßstab“. Das könne „die Besoldung der höchsten Regierungsämter, wie in unserem Fall des Bundeskanzlers oder Ministerpräsidenten“ sein.

Darüber hinaus kann sich Lindner neue Modelle für die künftige Besetzung von Intendantenstellen vorstellen. „Muss die Geschäftsführung langfristig in den Händen eines Intendanten liegen, oder ist nicht ein Vorstandsmodell denkbar, in dem der Sprecher jährlich rotiert?“ fragte er und fügte hinzu, dass er „dort nicht fixiert“ sei.

Lindner bekräftigte zudem, dass er die Legitimität der öffentlich-rechtlichen Sender stärken und beispielsweise das ZDF nicht abschaffen wolle. Allerdings sei die Frage erlaubt, „ob die starke Regionalisierung der ARD einerseits nicht den Charakter eines vollwertigen nationalen Programms im ZDF unterstreichen soll“.

Hintergrund von Lindners Vorschlägen sind ungelöste Vetternwirtschaftsvorwürfe und die beim ARD-Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zu spürenden. Hinzu kommen diverse Vorwürfe in Sendeanstalten des Norddeutschen Rundfunks (NDR), und ein erster Testbericht bescheinigt dem Kieler Standort ein schwieriges Arbeitsklima. Die Situation in den Häusern führte auch dazu, dass Politiker unterschiedlich über weitere Reformen nachdenken und der Druck auf die Sender steigt.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare