Donnerstag, August 11, 2022
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Geburtenrate am Tiefpunkt China steuert auf eine demografische Krise zu

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China hat seit sechs Jahren keine „Ein-Kind-Politik“ mehr. Trotzdem sinkt die Geburtenrate. Die Bevölkerung wird in den nächsten Jahren schrumpfen. Die Regierung will nun die Familienpolitik optimieren.

Aufgrund weniger Geburten und des hohen Alters vieler Menschen wird Chinas Bevölkerung bis 2025 schrumpfen. „Die Wachstumsrate der Bevölkerung hat sich deutlich verlangsamt“, sagte die chinesische Gesundheitskommission. Demnach erwarten die Behörden, dass der von 2021 bis 2025 laufende Fünfjahresplan zu einem Bevölkerungsrückgang führen wird.

In China zeichnet sich eine demografische Krise ab. Die Gründe sind eine schnell alternde Belegschaft, eine langsamer wachsende Wirtschaft und das niedrigste Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten. 2021 erreichte die Geburtenrate einen Tiefpunkt, nach offiziellen Angaben wurden im vergangenen Jahr 10,62 Millionen Kinder geboren – der niedrigste Stand seit mindestens 1978.

Die Fertilitätsrate ist in den letzten Jahren unter 1,3 gefallen. Um das Jahr 2035 werden mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in China älter als 60 Jahre sein. China hat seine Politik der Geburtenkontrolle in den letzten Jahren gelockert und die „Ein-Kind-Politik“ beendet. Paare dürfen seit 2016 zwei Kinder haben, seit letztem Jahr drei Kinder. Trotz dieser Entscheidungen gab es keinen Geburtenboom.

Paare kämpfen mit steigenden Lebenshaltungskosten, Wohnkosten und vor allem den Kosten für die Kindererziehung. Experten vermuten aber auch einen kulturellen Wandel in der Bevölkerung – die Menschen hätten sich an kleinere Familien gewöhnt.

„Unsere Politik zur Geburtenförderung ist fehlerhaft“, sagte die Nationale Gesundheitskommission. Um Geburten zu fördern, empfiehlt die Kommission, den finanziellen Druck auf Paare durch Maßnahmen in den Bereichen Wohnen, Bildung und Steuern zu verringern.

Die Stadt Hangzhou im Osten des Landes kündigte an, Familien mit drei Kindern Kredite mit größeren Summen für den Kauf einer ersten Wohnung anbieten zu wollen. Andere Städte wie Nanchang und Changsha haben laut staatlichen Medien ebenfalls unterstützende Maßnahmen ergriffen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im November 2022 acht Milliarden Menschen auf der Welt leben. Bereits im nächsten Jahr könnte Indien China als bevölkerungsreichstes Land überholen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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