Samstag, September 24, 2022
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Gegen explodierende Preise Von der Leyen: Der Strommarkt wird umgebaut

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Auf dem europäischen Strommarkt bestimmt das teuerste Kraftwerk den Preis und weil es derzeit mit Gas betrieben wird, steigen die Preise rasant. Das soll sich künftig ändern. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigt Reformen an, auch der deutsche Widerstand scheint gebrochen.

Angesichts der stetig steigenden Energiepreise hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Reform des europäischen Strommarktes angekündigt. Die Kommission arbeite an „Sofortmaßnahmen und einer Strukturreform des Strommarktes“, sagte von der Leyen im slowenischen Bled auf einer internationalen Konferenz. Die explodierenden Strompreise zeigen nun die Grenzen des „aktuellen Strommarktdesigns“, das für „unterschiedliche Gegebenheiten“ entwickelt wurde.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz sprach sich für „strukturelle Veränderungen“ zu niedrigeren Energiepreisen aus. Er sei offen für eine Energiepreisbremse auf europäischer Ebene. Die derzeitigen Strompreise seien „nicht zu rechtfertigen“, betonte der Kanzler auf die Frage, ob er für Preisobergrenzen sei.

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will Medienberichten zufolge den Strommarkt grundlegend reformieren. Im ZDF-„heute journal“ sagte Habeck am Sonntagabend, angesichts der steigenden Preise am Strommarkt werde „an einer Lösung“ gearbeitet. Das zugrunde liegende Prinzip lässt sich jedoch nicht „einfach mit einem Fingerschnipsen“ ändern.

Für den europäischen Strommarkt gilt das sogenannte Merrit-Order-Prinzip. Das bedeutet, dass der Strompreis vom teuersten Kraftwerk bestimmt wird, das derzeit Gaskraftwerke sind. Südliche EU-Staaten wie Spanien und Griechenland fordern seit Monaten Markteingriffe. Bisher sind sie aber unter anderem am Widerstand aus Deutschland gescheitert.

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer fordert eine Entkopplung der Strompreise von den Gaspreisen in der EU. Der Strompreis müsse „näher an die tatsächlichen Erzeugungskosten heranrücken“, sagte Nehammer am Sonntag. Bei einem von der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft angekündigten Dringlichkeitstreffen der EU-Energieminister nächste Woche werde auch das Thema Entkopplung auf der Tagesordnung stehen, kündigte Nehammer an.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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