Freitag, Juni 24, 2022
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Gelockerte US-Waffengesetze: New York sollte das nicht "Wilder Westen" Wille

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Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass es jedem im Staat New York erlaubt sein sollte, in der Öffentlichkeit eine Waffe zu tragen. Doch in der Metropole regt sich Widerstand, auch wenn die Meinungen in der Bevölkerung auseinandergehen.

Das Urteil des Richters aus Washington ist ein Thema in Manhattan. Die Vorstellung, dass bald jeder mit einer Waffe am Gürtel die Fifth Avenue oder den Times Square entlanglaufen kann, beunruhigt viele New Yorker.

„Wenn die Leute Waffen wollen, okay. Aber sie sollten sie nicht mit sich herumschleppen. Wozu braucht man das? Das macht es weniger sicher hier“, sagt Mia, eine Bewohnerin der Metropole. Austin, ebenfalls aus New York, äußert sich ebenfalls kritisch:

New Yorker leiden bereits unter den vielen Schießereien in ihrer Stadt: Allein in diesem Jahr waren es fast 600. Etwa 700 Menschen wurden verletzt oder starben durch Projektile.

Eine Frau namens Linn befürchtet, dass das Urteil das Leben für Menschen ohne Waffen noch unsicherer machen wird. Ein anderer Passant bleibt ruhig: Wenn ihn jemand erschießen will, erschießt er ihn, sagt Harry. Und ein Ladenbesitzer stimmt zu: „Jetzt, wo jeder in New York eine Waffe hat, ist es gut, wenn man sich mit einer verteidigen kann.“

Bisher brauchten Besitzer eine spezielle Lizenz, um eine Waffe in der Öffentlichkeit zu tragen. Sie müssen dies angemessen begründen können, wie zum Beispiel ein besonderes Bedürfnis zur Selbstverteidigung.

Dagegen hatten zwei Mitglieder eines Waffenverbandes geklagt. Ihre Bitte, ihre Waffen zu tragen, wurde von den New Yorker Behörden abgelehnt. Die Männer waren vor den Obersten Gerichtshof gegangen – und jetzt hatten sie recht.

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat dafür nur einen Ausdruck: „Absolut schockierend“, lautet das Urteil. Aber sie verspricht: „Das ist New York. Wir werden nicht aufgeben. Wir werden kämpfen.“ Ihre Regierung hat bereits die nächsten Schritte geplant, um sich dagegen zu wehren, dass bald jeder Waffenbesitzer sie in der Öffentlichkeit tragen darf.

Bürgermeister Eric Adams sagt, er werde die Stadt auch nicht in Angst leben lassen:

Es soll nicht sein, dass in Zukunft jeder Streit in der Metropole in einer Schießerei enden könnte. Er arbeitet bereits Gegenmaßnahmen mit Hochul aus. „Wir sind dabei, sogenannte sensible Zonen auszuweisen, in denen künftig keine Waffe getragen werden darf“, kündigte Adams an. „Und wir überarbeiten das Antragsverfahren, um sicherzustellen, dass nur diejenigen, die voll qualifiziert sind, einen Waffenschein erhalten.“

Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Alvin Bragg, sagte, sein Büro prüfe das Urteil Washingtons, um weitere Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Urteil untergräbt die öffentliche Sicherheit – nicht nur in New York, sondern im ganzen Land.

Andere Staaten dort befürchten nun, dass Waffenlobbyisten ihre Waffentragebeschränkungen nach New Yorker Vorbild aufheben könnten. Rund ein Viertel der US-Bevölkerung lebt in Bundesstaaten wie Kalifornien, Massachusetts oder New Jersey, die von der Entscheidung betroffen sein könnten.



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