Dienstag, Januar 31, 2023
StartNACHRICHTEN"Geschlechtermedizin" sieht, dass Risikomänner wohl größer sind "vorsorgliche Schlamperei"

"Geschlechtermedizin" sieht, dass Risikomänner wohl größer sind "vorsorgliche Schlamperei"

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Wer lange leben möchte, legt Wert auf seine Gesundheit. Laut dem Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Manne Lucha, dürfte dies bei vielen Männern nicht der Fall sein. Deshalb will sich der Grünen-Politiker bei den Vorsorgemaßnahmen auf sie konzentrieren – konkrete Maßnahmen sind jedoch nicht in Sicht.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz hält eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung für wichtig. „Zur Gendermedizin gehört auch, dass wir uns stärker auf die Männergesundheit fokussieren“, sagte der grüne baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha in Stuttgart. Das bedeutet vor allem Vorsorge.

„Männer sind die größeren Rentenfreaks“, sagte der Grünen-Politiker. Ihre Lebensweise stelle „per se ein gesundheitliches Risiko für sich“ dar. Sie neigen laut der Ministerin eher als Frauen zu einem riskanten Lebensstil, trinken mehr Alkohol und ernähren sich oft falsch. Lucha betonte, dass Männer deshalb gezielter über die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen informiert werden sollten.

Zudem setze er sich sehr für eine geschlechtsspezifische Behandlung in der Medizin ein, sagte der Gesundheitsminister. Konkrete Maßnahmen präsentierte er jedoch nicht. Er beabsichtige, sich bald eingehender mit dem Thema zu befassen, sagte er.

Lucha leitet die diesjährige Konferenz der Gesundheitsminister. Dort treffen sich in der Regel einmal im Jahr die jeweiligen Minister der Bundesländer zum Austausch.

Lange Zeit konzentrierte sich die klassische medizinische Forschung ausschließlich auf den männlichen Körper. Das hat sich inzwischen etwas geändert: Seit 30 Jahren stehen auch Frauen im Fokus der Wissenschaft. Verschiedene Verbände, Krankenkassen und Forscher setzen sich nun dafür ein, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu beobachten. Die geschlechtsspezifische Medizin, auch „Gendermedizin“ genannt, erhält dadurch mehr Aufmerksamkeit.

Arzneimittelstudien, Diagnosen oder Therapieangebote sollten Frauen daher heute besser berücksichtigen. Dabei geht es auch um die Dosierung von Medikamenten oder verschiedene Krankheitssymptome. Für Frauen kann dieses Wissen lebenswichtig sein.

Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern seien nicht nur rein äußerlich, sagte Christiane Groß, Präsidentin der Bundesärztekammer, im ntv-Podcast „Neu gelernt“. „Wir haben ein anderes Muskelverteilungsmuster. Wir haben ein anderes Fettverteilungsmuster. Wir haben eine ganz andere Hormonzusammensetzung“, sagt Groß. „Und dann reagieren die Organe auch anders. Ich erinnere nur daran, dass zum Beispiel eine Frau weniger Alkohol verträgt als ein Mann. Und das hat damit zu tun, dass die Leber etwas anders arbeitet.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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