Montag, Januar 24, 2022
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Gesetz in Potsdam Nach vier Morden in einem Wohnheim für Behinderte: Abteilungsleiter entlassen

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Der Fall schockierte Deutschland: Vier Menschen mit Behinderung wurden von einer Krankenschwester in einem Wohnheim in Potsdam ermordet. Der Leiter der Einrichtung wurde entlassen.

Nach der Ermordung von vier schwerbehinderten Bewohnern eines Wohnheims in Potsdam entließ die diakonische Einrichtung Oberlinhaus den Heimleiter. Gegen diese Kündigung habe der Heimleiter Klage eingereicht, bestätigte der Sprecher des Arbeitsgerichts Potsdam, Robert Crumbach, am Donnerstag auf Anfrage.

Am Freitag finden die Gnadenverhandlungen in der Klage statt. Zuerst berichtete die „Märkische Allgemeine“ (Donnerstag). Eine Sprecherin des Oberlinhauses wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zum Datenschutz äußern.

Im Wohnheim der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus wurden Ende April vier Bewohner getötet und ein Bewohner schwer verletzt. Eine 52-jährige Krankenschwester, die dort viele Jahre lang gearbeitet hatte, wurde im Dezember vom Landgericht Potsdam wegen vierfachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete zudem die Einweisung der Frau in eine psychiatrische Anstalt an.

Gegen ihre Kündigung durch das Oberlinhaus verklagt die 52-Jährige auch das Arbeitsgericht Potsdam. Darüber will das Arbeitsgericht Anfang Februar entscheiden.

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