Freitag, Juni 24, 2022
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Gesundheitsminister Lauterbach: Omicron-Impfstoff frühestens im Herbst

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Ein an Omikron angepasster Corona-Impfstoff werde ab September erwartet, sagt Gesundheitsminister Lauterbach. Die aktuelle BA.5-Variante ist nicht besonders gefährlich.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet im Herbst mit einer Anpassung der Corona-Impfstoffe an omcron-Varianten. Er rechne damit erst im September, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Daran wird intensiv gearbeitet.

Es gibt vielversprechende Daten von Moderna und ich bin auch mit Biontech in Kontakt. Er ist zuversichtlich, dass es hervorragend angepasste Impfstoffe geben wird.

Das Unternehmen Moderna hat am Mittwoch erste Daten zur Wirksamkeit seines angepassten Corona-Impfstoffs vorgestellt. „mRNA-1273.21“, wie der Booster genannt wird, ist eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna Spikevax-Impfstoff und einem speziell auf die omcron-Variante angepassten Impfstoffkandidaten.

Bei den insgesamt 437 Probanden der klinischen Studie, die das neue Präparat als zweite Auffrischimpfung erhalten hatten, fanden die Wissenschaftler nach einem Monat deutlich neutralisierende Antikörper im Vergleich zu einer Auffrischimpfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen die omicron-Variante. Impfung wird gut vertragen, Nebenwirkungen entsprechen denen nach konventioneller Auffrischimpfung.

In Deutschland dominiert derzeit der Schwerpunkt omicron BA.2, jedoch wächst der Anteil der Untervariante BA.5, wenn auch auf niedrigem Niveau. Lauterbach nannte BA.5 „eine nicht besonders gefährliche Variante“, obwohl sie ansteckender sei als BA.1 und BA.2.

Der Kronsachverständigenrat der Bundesregierung hat am Mittwoch auf Vorbereitungen für den Herbst und Winter gedrängt und drei Szenarien für die Entwicklung der Pandemie entworfen. Im Interview bezeichnete Lauterbach das Zwischenszenario mit weniger schwerwiegenden Auswirkungen als das derzeit wahrscheinlichste. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere ansteckende und gefährliche Virusvarianten geben wird.

Allerdings muss man darauf vorbereitet sein.

Der Minister erwähnte den Kauf von Impfstoffen, eine Impfung und ein Konzept für schnellere Tests und Daten aus Krankenhäusern. „Das sind Dinge, die jetzt vorbereitet werden müssen. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet bereits daran“, sagt Lauterbach.

Auch das Infektionsschutzgesetz müsse „auf jeden Fall“ geändert und erweitert werden. Sie läuft am 23. September aus. Die FDP bittet darum, die Kompetenz eines Expertengremiums abzuwarten, das die bisherigen Schutzmaßnahmen bewertet. Der Bericht wird voraussichtlich bis zum 30. Juni verfügbar sein.

Sie alle haben das gleiche Ziel, „mit möglichst wenigen Freiheitseinschränkungen schnell auf die Situation reagieren zu können“. „Da haben wir eine Pflicht, und genau das wird passieren“, betonte der Minister.

Die aktuelle Corona-Situation:

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