Freitag, Juni 24, 2022
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Gewinner und Verlierer des Merkel-Interviews

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Nach längerer Pause sprach Angela Merkel über die Ukraine, Putin und ihre Zeit als Nicht-Kanzlerin. Das Interview kam in der Öffentlichkeit gut an, Kritik richtete sich vor allem gegen den Interviewer.

Der letzte große öffentliche Auftritt von

Angela Merkel war Anfang Dezember das große Tattoo, mit dem sie ihr Amt als Bundeskanzlerin offiziell niederlegte. Mehr als ein halbes Jahr später, am Dienstagabend, wagte sie sich erneut an die Öffentlichkeit.

In einem Interview mit dem Journalisten Alexander Osang auf der Bühne des Berliner Ensembles sprach sie – wenig überraschend – vor allem über den Ukraine-Krieg. Aber sie gab auch ein paar ungewöhnlich persönliche Einblicke. Viele theaktuellenews-Leser freuten sich über die Rückkehr des Altkanzlers ins Rampenlicht.

„Man merkt, dass ihr die sechsmonatige Pause gut getan hat“, sagt sie theaktuellenews-Leser Herwig Hüner. „So vernünftig und verständlich sie auch denkt, sie könnte ihre alte Position sofort übernehmen. Aber natürlich hat sie genug für ihr Leben getan.“

theaktuellenews-Leser Johannes Schöllhorn schreibt: „Ich fand das Gespräch einfach toll und vor allem richtig unterhaltsam. Merkels trockener Witz ist einzigartig. Mich fasziniert, wie loyal und ehrlich sie ist Kontext ihrer Zeit. Welche Fehler sie gemacht hat, werden Historiker beurteilen, aber sie hat gut erklärt, dass sie immer aus der Sicht der Zeit abgewogen und entschieden hat.“

Im Interview machte der 67-Jährige einen angenehmen und souveränen Eindruck auf Johannes Schöllhorn, wie er uns erzählt. „Sie war entspannt, aber jede politische Äußerung wurde sorgfältig überlegt, weil sie weiß, dass ihr Wort auch heute noch Bedeutung hat und wörtlich zitiert wird.

Sie ist ein echter Kontrast zu Altkanzler Schröder. Als Steuerzahler finanziere ich gerne ihr Büro – im Gegensatz zu seinem. Ich vermisse Merkel, aber alles ist endlich. Danke, Frau Merkel, Sie haben meinen absoluten Respekt.“

„Dieses Interview hätte einen anderen Moderator verdient“, sagt er theaktuellenews-Leser Rüdiger Kramer. „Herr Osang konnte nicht einmal zwei Sätze unfallfrei sagen – aus journalistischer Sicht eine Katastrophe. Wo Nachfragen angebracht gewesen wären, kam nichts. Es wäre fraglich gewesen, dass jetzt – einschließlich des Altkanzlers – schon alle angeblich schon wusste immer, dass Putin uns nicht mochte.

„Es gibt auf jeden Fall gute Moderatoren. Da stellt sich für mich die Frage: Warum Herr Osang?“

Das fragt sich nicht nur Rüdiger Kramer. Hin und wieder war Kritik an Alexander Osang zu lesen. Also beachten theaktuellenews-Reader DS Vogelhuber zu: „Der Interviewer war schwach, stotternd und offensichtlich nicht gut vorbereitet. Das ist viel besser.“

„Was dieser Herr mündlich gesagt hat, war meiner Meinung nach völlig falsch und eines Journalisten unwürdig“, urteilt er auch theaktuellenews-Leser J. Schader. „Es entstand der Eindruck, dass er entweder völlig unvorbereitet oder der Aufgabe nicht gewachsen war.“ Er sagte, er wolle von weiteren Interviews mit ihm „absehen“.

theaktuellenews-Leserin Liane Dunkel Sie habe das Gespräch genossen, erzählt sie uns und freue sich für Angela Merkel, „dass sie ihren wohlverdienten Ruhestand genießen kann. Ich werde ihre selbstlose, ruhige und diplomatische Herangehensweise an die Politik vermissen – gerade jetzt, wo es so viele Herrscher gibt, die es gibt denken nur an sich selbst.“

Hoffentlich ist sie fair genug, um nicht an der Ampel zu springen. Du solltest ihnen noch etwas Zeit geben. Die Sachverhalte sind sehr komplex und nicht immer sofort lösbar.“

„Bin ich jetzt klüger geworden? Hat der Vortrag von Frau Merkel etwas gebracht oder wird er etwas bringen? War dieses Interview überhaupt nötig oder relevant?“ Auf allen drei theaktuellenews-Leserin Sophie Eberhardt auf die gestellten Fragen ist ihre eigene Antwort „Nein!“.

„Wenn ein pensionierter Politiker nichts Wichtiges zu sagen hat, dann sollte er/sie ruhig sein und sich zurückziehen, anstatt irrelevante Dinge auszuplaudern ehemalige Physikerin, die angeblich sehr rational und kühl denkt. Darin unterscheidet sie sich nicht von diversen Vorgängern, was unangenehm ist.“

Deutlich positiver aufgenommen theaktuellenews-Leser Heiner Tönne getreu ihrem Auftreten: „Frau Merkel wirkte auf mich sehr souverän und, was mich sehr überraschte, sehr ‚datensicher‘, zB was die Termine im Zusammenhang mit diversen Veranstaltungen/Meetings betrifft.“

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