Sonntag, November 28, 2021
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Glätte- und Sturmgefahr Polarluft trifft auf Sturm – es schneit am ersten Advent

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An diesem Wochenende wird Frühwinter: Am Wochenende kühlt es deutlich ab und in einigen Regionen fällt der erste Schnee, andernorts wird es nasser und kälter und stürmischer. Der Wintereinbruch ist jedoch nicht dauerhaft.

Der Winter soll am ersten Advent nach Deutschland kommen. Wie sind die Aussichten für das Wochenende?

Die Wetterlage ändert sich nun in Richtung Frühwinter. Tief „Andreas“ kommt von Norden mit einer Woge polarer Luft und trifft gleichzeitig auf den Sturm „Yilmaz“ am Mittelmeer. So gibt es neben der Kälte auch eine Ladung Feuchtigkeit.

Was bedeutet das für das Wetter in Deutschland?

Dass die Schneegrenze sinkt und die Temperaturen am Wochenende keine 5 Grad mehr erreichen. Außerdem breitet sich der Nachtfrost nach Norden aus. Eine Kombination, die in der neuen Woche ihren Höhepunkt erreichen wird. Ausgerechnet zu Beginn des Berufsverkehrs ist es deutschlandweit frostig mit der Gefahr von rutschigem Gelände durch Frost, gefrierende Feuchtigkeit oder gar Schnee oder Matsch.

Wie viel Schnee wird es fallen?

In den Bergen im Süden sind bis zu 30 Zentimeter drin. Die Mittelgebirgslagen sollten gerne um 5 bis 15 cm hoch werden. Und selbst in der Fachregion sind weiße Überraschungen in Form der ersten Schneedecke der Saison durchaus wahrscheinlich.

Ist diese Winterpause nachhaltig?

Es wird uns mindestens bis zum Beginn der kommenden Wetterwoche bis einschließlich Dienstag beschäftigen. Mit Beginn des meteorologischen Winters am 1. Dezember erwartet uns der nächste Wetterumschwung. Beim nächsten Tief kommt kurzzeitig mildere Luft herein, bringt Tauwetter und erhöht die Sturmgefahr.

Also der erste Wintersturm?

Ob es sich tatsächlich um ein deutschlandweites und heftiges Sturmereignis handelt, sehen die Wettermodelle noch ganz unterschiedlich. Fakt ist aber: Nach dem manchmal bewölkten und oft langweiligen November wird der Dezember 2021 ein anderes Tempo vorgeben.

Lässt sich daraus etwas über den langfristigen Trend zu Weihnachten ableiten?

Für konkrete Aussagen ist es natürlich noch viel zu früh. Aber immerhin sehen die experimentellen Langzeitprognosen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA aktuell eine normale Temperatur im Dezember. Im Grunde eine kleine Sensation. In der Regel sind diese Prognosen, wie auch die Realität am Monatsende, meist zu warm bis deutlich zu warm. Und dementsprechend könnte das Rennen um White Christmas 2021 eine spannende Geschichte werden.

Werfen wir einen Blick auf das Wetter, das zum Adventstrend offensichtlich ist. Was können wir dort erwarten?

Bereits am Freitag setzt im Süden von den Alpen leichter Schneefall ein. Bis 500 Meter tiefer kann es zuckerhaltig werden. Direkt an den Alpen ist mit Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern zu rechnen. Auch im Westen gibt es Schauer, die aus 300 bis 500 Metern Höhe in Schnee übergehen und ebenfalls für Glätte sorgen können. Denn bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist die Bergregion winterlich, während es im Flachland noch bis zu 5 Grad beträgt. Vor allem im Norden weht ein lebhafter Wind mit Windböen auf der Nordsee.

Und am Wochenende?

Am Samstag ist es meist trocken mit gelegentlichem Sonnenschein im Osten. Der Rest hingegen vermischt sich mit Regen, Graupel und Schnee. Die Schneegrenze beträgt oft 300 bis 500 Meter. In manchen Fällen können die Flocken aber auch weiter abfallen. Zudem erreichen die Temperaturen maximal 0 bis 4 Grad.

Wie sieht es am Sonntag aus?

In vielen Fällen ist es bewölkt oder bedeckt und es kommt immer wieder Schauer. Oberhalb von 300 Metern durchgehend als Schnee. Und auch darunter können Schnee, Graupel und Graupel bei heftigen Schauern für eine geschlossene Schneedecke sorgen. Die Temperaturen gehen wieder zurück bei minus 1 bis plus 4 Grad mit Permafrost auf den Bergen.

Was bringt uns der Wochenstart?

Nach einer frostigen und allgemein ruhigen Nacht können die frühen Morgenstunden auf unseren Straßen ziemlich angespannt sein. Zumal in der Mitte und im Süden mehr Schneeschauer möglich sind. Im Norden mit mehr Sonne sieht es tagsüber besser aus. Die Temperaturen erreichen hier maximal minus 2 bis plus 4 Grad.

Kommt dann die nächste Wende?

So sieht es aus. Am Dienstag ist es noch im Frühwinterbereich bei 0 bis 6 Grad. Am Mittwoch werden es jedoch 4 bis knapp 10 Grad bei teils stürmischem Wind, so dass der Schnee bis in die mittleren Lagen schnell abreißen sollte. Und damit es nicht langweilig wird, sind wir ab Donnerstag wieder auf dem kalten Rücken des möglichen Sturmtiefs, damit die Temperaturen und die Schneefallgrenze wieder sinken und das zweite Adventswochenende auch frühwinterlich zu nass werden könnte und kalt.

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