Sonntag, November 28, 2021
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Großbritannien: An Weihnachten droht Alkoholmangel

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Die britische Wein- und Spirituosenindustrie warnt dieses Weihnachten vor einem Mangel an alkoholischen Getränken. Die Regierung weist die Bedenken zurück.

Nicht jeder sieht Weihnachten mit seiner Familie mit ungetrübter Freude entgegen. Aber das Ganze dann nüchtern ertragen zu müssen, könnte die Ferien endlos erscheinen lassen. Niemand in Großbritannien muss an Weihnachten auf dem Trockenen sitzen. Die britische Spirituosenindustrie warnt jedoch davor, dass es in diesem Jahr weniger Auswahl und höhere Preise geben wird. „Wir wollen die Kunden jetzt nicht zu Panikkäufen drängen“, sagt Miles Beale von der Wine & Spirit Trade Association. „Aber es wird weniger Auswahl geben, weniger Marken und nicht die gewohnte Vielfalt, was schade ist.“

Grund für die Lieferengpässe sind fehlende Lkw-Fahrer. Allein in Großbritannien werden 100.000 vermisst. In einem Brief an den britischen Verkehrsminister Grant Shapps beschreiben 49 Spirituosenhändler, dass die Lieferung der Waren in diesem Jahr fünfmal länger dauern wird als üblich. Sie fordern dringende Maßnahmen gegen den Fahrermangel, wie etwa die Verlängerung von Sondervisa für EU-Fahrer und die Beschleunigung von Fahrprüfungen.

Die Verzögerungen bei den Lieferzeiten würden die Kosten in die Höhe treiben und die Sortimente schrumpfen lassen. „Wir bringen den Wein nicht von den Häfen zu den Abfüllbetrieben und von dort nicht zu den Geschäften und Supermärkten“, sagt Beale.

Der sogenannte „Wine Train“ machte Anfang November in Großbritannien Schlagzeilen. Wegen fehlender Lastwagen soll die Bahn nun dafür sorgen, dass die Briten unter dem Weihnachtsbaum anstoßen können. Ein Sonderzug soll jeden Sonntag bis Weihnachten mehrere 100.000 Flaschen Wein vom Kontinent nach Großbritannien bringen. Bis zum Festival sollen es insgesamt 4,5 Millionen Flaschen sein.

Die britische Regierung hat Bedenken zurückgewiesen, dass es zu Weihnachten zu Alkoholstörungen kommen könnte. Premierminister Boris Johnson holte im Oktober den ehemaligen Tesco-Chef Dave Lewis an Bord, um Lösungen für mögliche Lieferengpässe rund um Weihnachten zu finden. Insgesamt hat die Regierung 32 Schritte unternommen, um die Herausforderungen in der Lieferkette anzugehen.

Die beiden größten britischen Supermarktketten Tesco und Sainsbury’s führen derzeit spezielle Weinverkäufe durch. Anscheinend gibt es keinen Grund zu befürchten, dass Großbritannien alkoholtechnisch direkt austrocknen könnte.



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