Freitag, Oktober 7, 2022
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Gründer von Patagonia: "Die Erde ist jetzt unser einziger Anteilseigner"

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Patagonia-Gründer Chouinard hat sein milliardenschweres Bekleidungsunternehmen an eine gemeinnützige Stiftung übertragen. Alle Gewinne sollen in den Kampf gegen den Klimawandel fließen – das sind allein in diesem Jahr 100 Millionen Dollar.

Der Gründer des kalifornischen Outdoor-Bekleidungsherstellers Patagonia, Yvon Chouinard, hat sein Unternehmen in eine gemeinnützige Stiftung überführt. Der 83-Jährige will sein Vermögen für den Umweltschutz zur Verfügung stellen – insbesondere für Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Demnach gaben Gründer Chouinard und seine Familie im August die Kontrolle über das Unternehmen auf. Ein Teil der Aktien ging an eine Treuhandgesellschaft, ein viel größerer an eine neu gegründete Stiftung namens Holdfast Collective. „Die Erde ist jetzt unser einziger Anteilseigner“, schrieb Chouinard in einem offenen Brief, der auf der Website von Patagonia veröffentlicht wurde.

„Wir mussten einen Weg finden, mehr Geld in die Bekämpfung dieser Krise zu stecken und gleichzeitig die Werte des Unternehmens intakt zu halten“, so Chouinard weiter. Alle Gewinne, die nicht direkt in das Unternehmen reinvestiert werden, sollen der Stiftung zufließen. Laut der New York Times sind das allein in diesem Jahr 100 Millionen Dollar. Dafür hat die Familie bereits 50 Millionen Dollar gespendet. „Hoffentlich wird dies eine neue Form des Kapitalismus beeinflussen, die nicht mit ein paar reichen Leuten und einem Haufen armer Leute endet“, sagte Chouinard der Zeitung.

Chouinard hat Patagonia vor fast 50 Jahren gegründet und bei der Führung des Unternehmens stets auf Umwelt- und Klimaschutz geachtet. So wählt das Unternehmen beispielsweise die eingesetzten Rohstoffe sorgfältig nach ökologischen Kriterien aus und spendet jährlich ein Prozent des Umsatzes an Umweltorganisationen. Laut der New York Times wird Patagonien auf 3 Milliarden Dollar geschätzt.

Chouinard sagte, er erwäge, das Unternehmen zu verkaufen und den Erlös zu spenden. „Aber wir wären uns dann nicht sicher gewesen, dass ein neuer Eigentümer unsere Werte beibehalten und unser Team aus Mitarbeitern weltweit weiterbeschäftigt hätte.“

Mit dem eingeschlagenen Weg bleibt Patagonia ein kommerziell orientiertes Unternehmen mit Vorstand und Geschäftsführer. Die Familie Chouinard erhält kein Geld mehr von der Firma, bleibt aber im Vorstand der Firma vertreten und beaufsichtigt die Stiftung und die Umweltorganisation, an die Gewinne gespendet werden.

Wenn Sie in den nächsten 50 Jahren Hoffnung auf einen bewohnbaren Planeten haben wollen, müssen Sie mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen alles tun, was Sie können, sagte Chouinard in der Erklärung. „Die Ressourcen der Erde sind nicht unendlich und es ist klar, dass wir ihre Grenzen bereits überschritten haben.“



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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