Sonntag, November 28, 2021
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"Grund zur Sorge" – Neue Corona-Variante in Südafrika entdeckt

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Der Gesundheitsminister von Südafrika bezeichnet die neue Corona-Variante, die derzeit im Land grassiert, als „große Bedrohung“. Neben der erhöhten Übertragbarkeit gibt es noch einen weiteren Faktor, der es gefährlich machen könnte.

In Südafrika ist nach Angaben von Wissenschaftlern eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die Variante mit dem wissenschaftlichen Namen B.1.1.529 „hat eine sehr hohe Anzahl von Mutationen“, sagte der Virologe Tulio de Oliveira am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Sie geben „Grund zur Besorgnis“ im Land. Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen diese Virusvariante ist noch unklar.

Bisher wurde die Variante auch in Botswana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika entdeckt. Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in Südafrika. Es sei eine „große Bedrohung“.

Laut Wissenschaftlern weist die neue Variante mindestens zehn Mutationen auf – im Vergleich zur Delta-Variante sind es nur zwei, bei Beta drei. „Was uns beunruhigt, ist, dass diese Variante nicht nur eine erhöhte Übertragbarkeit haben könnte, sich also effizienter ausbreitet, sondern auch Teile des Immunsystems und den Schutz, den wir in unserem Immunsystem haben, umgehen“, sagte der Experte Richard Lessell.

Die kommenden Tage und Wochen sind entscheidend, um mehr über die Variante zu erfahren. Die Zahl der täglich in Südafrika gemeldeten Infektionen stieg am Mittwoch auf mehr als 1.200. Anfang des Monats gab es rund 100 Neuinfektionen. Bisher hat sich die neue Variante laut Experten vor allem bei jungen Leuten verbreitet.

Nach Angaben des South African Institute for Infectious Diseases (NICD) stieg die Zahl der Fälle, in denen die Variante nachgewiesen wurde, in drei Provinzen des Landes besonders stark an – darunter auch Gauteng, wo die Städte Johannesburg und Pretoria liegen. An einer Universität in Pretoria wurde kürzlich ein Cluster entdeckt.

Die Beta-Variante des Virus wurde im vergangenen Jahr in Südafrika entdeckt. Mit rund 2,95 Millionen Corona-Fällen und mehr als 89.600 Toten ist Südafrika das am stärksten betroffene Land Afrikas. Die Impfkampagne dort ist nur schleppend angelaufen, 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben bisher eine Dosis erhalten, 35 Prozent sind vollständig geimpft.

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