Freitag, Juni 24, 2022
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"Gut geimpft" Metropolen In diesen Städten soll das Leben am schönsten sein

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Corona rüttelt die Liste der lebenswertesten Städte erheblich auf. Besserer Umgang mit der Pandemie auch. Der Spitzenreiter vor der Krise hat seinen Titel zurückerobert und auch viele deutsche Städte sprangen im Ranking nach oben. Im Gegensatz dazu bietet Russlands Krieg viele Nuancen.

Nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen gehören mehrere deutschsprachige Städte laut einem Ranking wieder zu den lebenswertesten Metropolen der Welt. Im diesjährigen Index der britischen „Economist“-Gruppe hat Österreichs Hauptstadt Wien erstmals seit Beginn der Pandemie wieder den Spitzenplatz erobert. Die größten Gewinner im Jahresvergleich waren Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Die drei deutschen Städte verbesserten sich jeweils um rund 30 Plätze und landeten auf den Plätzen 7, 16 und 22.

Im vergangenen Jahr war die Lebensqualität in europäischen Metropolen wegen Corona-Einschränkungen deutlich gesunken, während das Leben im isolierten Inselstaat Neuseeland weitgehend normal weiterging. Das Ergebnis: Auckland landete auf dem ersten Platz. Mit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen rutschten 2022 allerdings Ballungsräume in Neuseeland, Australien und China erneut ab.

Auf den Spitzenplätzen stehen dem Bericht zufolge erneut „gut geimpfte“ Städte in Europa und Kanada, also Metropolen mit vergleichsweise hohen Impfquoten: Auf Wien folgen Kopenhagen, Zürich, Calgary, Vancouver und Genf. Zu den Top Ten zählen neben Frankfurt auch Toronto und Amsterdam sowie Osaka und Melbourne. Berlin und München belegen die Plätze 13 und 18. Die verbesserten Punktzahlen seien auf die Öffnung von Geschäften, Restaurants und Museen zurückzuführen, sagte Upasana Dutt, Leiterin des Lebensqualitätsindex. „Die Bildung hat sich verbessert, da die Kinder wieder in die Schulen zurückkehren, und die Belastung der Krankenhäuser und Gesundheitssysteme hat sich erheblich verringert“, fügte sie hinzu.

Die meisten deutschen Top-Städte schneiden bei Infrastruktur und Gesundheitsversorgung mit Bestnoten ab. Bei den Faktoren „Bildung“ und „Stabilität“ – also der Sicherheitslage – liegt Deutschland allerdings nicht in der Spitzengruppe.

Während Westeuropa aufholte, sanken die Ratings im Osten des Kontinents im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Moskau und St. Petersburg fielen um mehr als ein Dutzend Plätze zurück und belegten den 96. und 107. Platz von 172 eingestuften Ballungsräumen. Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde in diesem Jahr aus dem Ranking ausgeschlossen. Auch andere Städte wie Warschau und Budapest wurden aufgrund der geopolitischen Lage in der Region herabgestuft.

Und dann sind da noch die ganz unten: Das Leben ist am härtesten in Damaskus in Syrien, Tripolis in Libyen, Lagos in Nigeria und Algier in Algerien, fanden die Analysten heraus. Gewaltsame Konflikte und Terrorismus sind die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden. Teheran, die Hauptstadt des von Sanktionen geplagten Iran, ist auch eine der letzten zehn Gemeinden in der Serie.

Aus Sicht der Studienautoren sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges das größte Risiko für die urbane Lebensqualität in den kommenden Monaten. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise könnten mancherorts Konflikte auslösen. „Auch dort, wo die Stabilität nicht bedroht ist, wird die Kostenkrise die Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Bildung dämpfen“, warnten sie.

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