Mittwoch, Dezember 8, 2021
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"Hier zählt jeder Tag" Merkel drängt auf mehr Kontaktbeschränkungen

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Im Kampf gegen die vierte Welle müssten strengere Corona-Maßnahmen kommen. Das unterstreicht die scheidende Bundeskanzlerin Merkel. „Wir brauchen mehr Kontaktbeschränkungen“, sagt sie und möchte Scholz beim Aufbau des Krisenstabs unterstützen.

Angesichts der sich weiter zuspitzenden Corona-Situation drängt Bundeskanzlerin Angela Merkel auf zusätzliche Maßnahmen. „Hier zählt jeder Tag“, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki. „Wir brauchen mehr Kontaktbeschränkungen“, sagte sie und verwies auf Regelungen, die in anderen Ländern erlassen wurden, um Kontakte zu verhindern.

Darüber sprach sie heute auch mit ihrem voraussichtlichen Nachfolger, dem derzeitigen Vizekanzler Olaf Scholz. Ziel war es, in der aktuellen Übergangsphase gemeinsam die notwendigen Schritte einzuleiten. Bei der Vorstellung des Ampelkoalitionsvertrags am Mittwoch kündigte Scholz an, im Kanzleramt einen Bund-Länder-Krisenstab für die Corona-Pandemie einrichten zu wollen. Scholz hatte angedeutet, dass dies noch vor seiner Regierungsübernahme eingeleitet werden könne.

Die scheidende Kanzlerin hat ihre Bereitschaft erklärt, den angekündigten Corona-Krisenstab jetzt gemeinsam aufzubauen. Das habe sie Scholz heute angeboten, sagte Merkel. Sie ist froh, dafür „in engem Kontakt mit Olaf Scholz“ zu stehen. „Das ist natürlich ein sehr trauriger Tag, an dem wir 100.000 Opfer von Corona betrauern müssen“, fügte sie hinzu. Leider befinden sie sich noch immer in einer Phase exponentieller Zunahme der Infektionszahlen und wissen, dass die Zahl der Intensivpatienten weiter steigen wird. Heute findet auch ein Vorbereitungstreffen für die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 9. Dezember statt. Ob die MPK vorgezogen werde, könne sie nicht sagen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) teilte am Morgen mit, dass in den vergangenen 24 Stunden in Deutschland weitere 351 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben seien. Die Gesamtzahl der Todesfälle überstieg den Wert von 100.000. Die aktuelle, bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 419,7 einen weiteren Rekordwert; in Sachsen stieg der Inzidenzwert erstmals in einem Bundesland auf über 1000.

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