Sonntag, September 25, 2022
StartNACHRICHTENHilfsorganisation: Kinder auf der Balkanroute oft Opfer von Gewalt

Hilfsorganisation: Kinder auf der Balkanroute oft Opfer von Gewalt

- Anzeige -


Schläge, sexueller Missbrauch und Ausbeutung: Nach Angaben der Organisation Save the Children sind Flüchtlingskinder auf der Balkanroute oft schwerer Gewalt ausgesetzt. Die Täter sind meist Erwachsene in Machtpositionen.

Laut einem Bericht der Organisation Save the Children sind Kinder, die über die Balkanroute in Richtung EU fliehen, oft Opfer von Schlägen, sexuellem Missbrauch und anderen Formen von Gewalt. Auf ihrer Reise sind sie Fremden stets schutzlos ausgeliefert. Sie fühlten sich hilflos und allein, manchmal mit Folgen, die ihre Entwicklung nachhaltig beeinträchtigten.

Es gebe ein „enormes Maß an Gewalt und einen eklatanten Mangel an Schutzmaßnahmen für minderjährige Flüchtlinge in Europa“, erklärte die Hilfsorganisation bei der Vorstellung ihres Berichts „Wohin wir auch gehen, jemand tut uns weh“. an“). Der Bericht basiert auf ausführlichen Interviews mit 48 Kindern im Alter von 13 bis 19 Jahren in den Nicht-EU-Ländern Serbien und Bosnien und Herzegowina. Sie waren im Schnitt vier Jahre auf der Flucht.

Die Täter sind meist Erwachsene in Machtpositionen wie Grenzpolizisten und Schmuggler. Nach Angaben der Organisation werden Kinder teilweise in gefängnisähnlichen Unterkünften untergebracht und nicht über ihre Rechte aufgeklärt.

Insbesondere unbegleitete Kinder sind gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Viele müssen im Freien übernachten oder „in heruntergekommenen Gebäuden mit fremden Erwachsenen leben – unter der ständigen Gefahr, geschlagen oder sexuell missbraucht zu werden“. Insbesondere alleinreisende Jungen, die deutlich häufiger unbegleitet reisen als Mädchen, sind einem erheblichen Risiko ausgesetzt, Opfer sexueller Gewalt zu werden.

Viele Kinder und Jugendliche hätten das Erlebte mit Alkohol und Drogen kompensiert, hieß es weiter. Es gibt auch viele Fälle von Selbstverletzung und Suizidversuchen.

Die Hilfsorganisation machte in erster Linie die Europäische Union verantwortlich. „Weil Europas Fokus darauf liegt, Ankommende abzuschrecken, sind Kinder schockierender Gewalt von Polizei und Grenzschutz ausgesetzt – Gewalt, die ungestraft bleibt“, sagte Direktorin Ylva Sperling.

Die EU und die Regierungen müssen unverzüglich handeln. „Sie sollten Flüchtlingskindern Zugang zu sicheren, geregelten und legalen Migrationsrouten ermöglichen, damit sie nicht länger die in diesem Bericht dokumentierte Tortur erleben müssen.“



Quelllink

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare