Samstag, Dezember 10, 2022
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"Hilfspaket reicht nicht" Klinikchef Gass beklagt eine Lücke von 8,5 Milliarden Euro

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Die aktuellen Preissteigerungen machen auch vor Kliniken nicht halt. Die Politik reagiert mit einem Hilfspaket. Doch das reiche noch lange nicht aus, sagt Krankenhauschef Gass. Bis Ende 2023 würden rund 8,5 Milliarden Euro fehlen. Er sieht einige Krankenhäuser vor einer Notlage.

Die Kliniken haben angesichts der geplanten Umsetzung des Hilfsprogramms für die Krankenhäuser Alarm geschlagen und Verbesserungen gefordert. „Wir fordern den Bundesgesundheitsminister dringend auf, sich von seiner eigenen Aussage leiten zu lassen, dass kein Krankenhaus wegen Inflation oder gestiegener Energiepreise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sollte“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gass, der Redaktion Netzwerk Deutschland (RND). Der Plan des Gesundheitsministeriums für das Hilfspaket sei „absolut enttäuschend“, sagte er. „Wir fordern auch die Bundesländer auf, einzugreifen und auf den Bund einzuwirken, damit die Krankenhäuser spürbar unterstützt werden.“

Neben den Energiepreisbremsen stellt der Bund sechs Milliarden Euro zur Unterstützung der Kliniken in den nächsten zwei Jahren bereit. Für die höheren Energiepreise in den Kliniken sind laut Entwurf für die Finanzhilfe 4,5 Milliarden Euro vorgesehen. 1,5 Milliarden Euro sind für energiepreisbedingte Kostensteigerungen in Krankenhäusern eingeplant, die durch ausgelagerte Leistungen wie Wäschereien entstehen.

Laut DKG-Chef Gass verbuchen die Krankenhäuser für die Jahre 2022 und 2023 insgesamt 15 Milliarden Euro, die wegen der stark gestiegenen Preise nicht refinanziert werden können. „Rund 10 Milliarden davon sind eigentlich auf die allgemeine Inflation zurückzuführen, die sich zum Beispiel in massiv gestiegenen Preisen für Medizin- und Konsumgüter widerspiegelt. Für diese 10 Milliarden Euro Mehrausgaben bekommen die Krankenhäuser jetzt 1,5 Milliarden als Ausgleich. Das.“ Da weiterhin eine riesige Finanzierungslücke besteht, droht vielen Krankenhäusern auch der Bankrott“, warnte er.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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