Dienstag, Januar 31, 2023
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Holocaust-Überlebende geehrt Margot Friedländer erhält das Bundesverdienstkreuz

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Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer hat sich bis weit in ihr hohes Alter von 101 Jahren ihrem Lebenswerk verschrieben: dem Kampf gegen das Vergessen. Sie erzählt jungen Menschen ihre Geschichte. Für ihren Einsatz erhält sie nun das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer erhielt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey ehrte den 101-Jährigen im Roten Rathaus in Berlin. Laut Senatskanzlei war Friedländer bereits vor elf Jahren mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. 2016 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Berlin.

„Margot Friedländer legt in bewundernswerter Weise Zeugnis von ihrem Leben, von der Verfolgung im nationalsozialistischen Berlin, vom Schicksal ihrer Familie und vom Holocaust ab“, sagte Giffey vor wenigen Tagen über Friedländer. Kai Wegner, Vorsitzender der CDU Berlin, bezeichnete den Preisträger als „Jahrhundertpersönlichkeit“, die immer wieder daran erinnert, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit seien.

„Heute verneigen wir uns erneut vor der beeindruckenden Lebensleistung und dem enormen Mut unserer Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer“, sagte Giffey. „Auf bewundernswerte Weise“ legt sie Zeugnis aus ihrem Leben, der Verfolgung im nationalsozialistischen Berlin, dem Schicksal ihrer Familie und dem Holocaust. Sie setzte ihre Arbeit, die ihr sehr wichtig war, bis zu ihrem 101. Lebensjahr fort.

Friedländer hatte ihre gesamte Familie im Holocaust verloren. Sie überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie in die USA, kehrte dann aber im Alter von 88 Jahren nach Deutschland zurück. Die Zeitzeugin machte den Dialog vor allem mit jungen Menschen zu ihrer Lebensaufgabe – Besuche von Schulklassen und Lesungen gehören dazu.

Bei der Feier am Montag wurde auch eine Friedländer-Büste der Künstlerin Stephanie von Dallwitz enthüllt. „Mit der Skulptur von Margot Friedländer im Roten Rathaus zeigen wir an prominenter Stelle, dass alle Berliner Juden, die durch das menschenverachtende nationalsozialistische Regime vertrieben, deportiert oder ermordet wurden, ihren Platz in unserem Rathaus haben“, so Giffey.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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