Mittwoch, Januar 19, 2022
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Hongkong verbietet Reisenden aus 153 Ländern den Transit

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Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking verbietet der Flughafen Hongkong Zwischenlandungen für Reisende aus 153 Ländern – Grund ist die Verbreitung der Omicron-Variante. Auch China verschärft die Maßnahmen.

Der internationale Flughafen Hongkong verbot Passagieren aus mehr als 150 Ländern und Territorien einen Monat lang, in Chinas Sonderverwaltungszone anzuhalten. Die Maßnahme tritt am Sonntag in Kraft und gilt bis zum 15. Februar, hieß es in einer öffentlichen Bekanntmachung. Ziel ist es, die hochansteckende Omicron-Variante des Coronavirus einzudämmen.

Ähnlich wie in Festlandchina gelten auch in Hongkong strenge Maßnahmen wie lange Quarantänen, gezielte Lockdowns und Massentests. Hongkong stuft aufgrund hoher Corona-Inzidenzen derzeit 153 Länder in Gruppe A ein. Reisende aus dieser Gruppe müssen sich nach der Einreise 21 Tage in Quarantäne begeben. Das Stopover-Verbot soll nun für Passagiere gelten, die in den vergangenen drei Wochen in einem der 153 Länder waren.

Die chinesische Sonderverwaltungszone kämpft mit einem kleinen Ausbruch der Omicron-Variante. Auslöser waren Crewmitglieder der Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific, die sich zu Hause nicht an die Quarantäneregeln hielten.

Ob sich das Transitverbot auf die Olympischen Winterspiele in Peking auswirkt, ist unklar. Viele Sportler, Diplomaten und Regierungsbeamte werden voraussichtlich in den kommenden Tagen über Hongkong nach China fliegen. Die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen am 4. Februar.

Aufgrund vereinzelter Ausbrüche hat auch China heute angekündigt, die Maßnahmen zu verschärfen. Kinder in internationalen Schulen müssen ab kommender Woche auf das Virus getestet werden. Fluggäste, die über ein Drittland einreisen wollen, dürfen nicht mehr in das Land einreisen. Die Einwohner werden dringend gebeten, nur zu reisen, wenn es absolut notwendig ist – ohne Garantie, dass sie zurückkehren dürfen, wenn sie eine Stadt oder Region besucht haben, in der ein Ausbruch aufgetreten ist.

Flüge und Busverbindungen zwischen Peking und mehreren Städten wurden eingestellt. Die Maßnahmen dürften Nervosität über einen möglichen Anstieg der Fälle im Vorfeld der Spiele zeigen.

Die Stadt Tianjin, ein Hafen- und Produktionszentrum mit 14 Millionen Einwohnern, etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt, hat angeordnet, dass am Samstagmorgen eine dritte Runde von Massentests beginnen und innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein soll. Tianjin ist eine von einem halben Dutzend Städten, in denen die Regierung Sperren und andere Beschränkungen verhängt hat, um jeden Virusfall aufzuspüren. In den vergangenen Tagen wurden dort 126 Fälle entdeckt, die offenbar auf die omicron-Variante zurückgingen.

Die Behörden haben alle Reiseverbindungen zwischen Tianjin und Peking ausgesetzt. Insgesamt befinden sich mehr als 20 Millionen Menschen im Lockdown, viele von ihnen müssen in ihren Häusern bleiben. Fabriken wurden geschlossen, was die Versorgung mit Computerchips und anderen Produkten beeinträchtigte.

China hat auch Dutzende Überseeflüge aus Europa, Kanada, den USA, Indonesien und anderen Ländern verboten, nachdem Passagiere bei der Ankunft positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Seit Ausbruch der Pandemie hat China immer wieder weitreichende Reisebeschränkungen verhängt und zusammen mit Massentests und digitaler Überwachung eine flächendeckende Ausbreitung des Coronavirus verhindert.



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