Donnerstag, Januar 27, 2022
StartNACHRICHTENhttps://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_91472504/ukraine-konflikt-vitali-klitschko-russland-betreibt-ein-muskelspiel-.html

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_91472504/ukraine-konflikt-vitali-klitschko-russland-betreibt-ein-muskelspiel-.html

- Anzeige -


Der ehemalige Boxweltmeister Vitali Klitschko ist seit 2014 Bürgermeister von Kiew. Nun muss er seine Stadt auf einen möglichen russischen Angriff vorbereiten. Aber er kritisiert auch den Westen.

Als Schwergewichts-Profi hat sich Vitali Klitschko bereits auf viele Kämpfe vorbereitet, doch die größte Herausforderung könnte noch vor dem mehrfachen Boxweltmeister liegen. Als Bürgermeister von Kiew muss er seine Stadt nun auf einen möglichen russischen Angriff vorbereiten.

„Wenn sich die Eskalation verschärft, müssen wir bereit sein, unsere Unabhängigkeit und die Einheit unseres Landes zu verteidigen“, sagte der Politiker nun dem US-Sender CNN. „Das gilt auch für den Bevölkerungsschutz“, für den Klitschko als Bürgermeister in der Hauptstadt zuständig ist.

Russland hat mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine sowie Tausende Kampfpanzer und anderes schweres Gerät versammelt. Russland fordert von der Nato Sicherheitsgarantien und das Versprechen, die Ukraine niemals in das Militärbündnis aufzunehmen. Der Westen hat sich bisher geweigert, das diplomatische Tauziehen geht weiter. Die Angst vor einer russischen Invasion der Ukraine ist groß.

„Wir hoffen, dass dieser schlimmste Fall nie eintritt, aber wir müssen uns darauf einstellen“, so Vitali Klitschko weiter. Auch er machte sich Sorgen um die russischen Truppen hinter der Grenze. „Aber vielleicht ist es auch eine Frage der Perspektive. Russland spielt ein Muskelspiel.“ Gleichzeitig kritisiert er das diplomatische Vorgehen der NATO. Die Gespräche zwischen Vertretern Russlands und der Nato in Brüssel und Genf seien ein „geopolitisches Spiel“: „Alle reden über die Ukraine, aber nicht mit der Ukraine“, sagte Klitschko.

Dennoch lässt er keinen Zweifel daran, wer aus seiner Sicht für die aktuelle Eskalation verantwortlich ist. „Ohne Waffenlieferungen in die Region, ohne finanzielle Unterstützung und ohne Propaganda würde es diesen Konflikt gar nicht geben. Und das alles unter der Kontrolle der Russischen Föderation“, sagte Klitschko.

Die Ukraine beschloss 2014, sich der EU anzunähern. „Putin gefällt das nicht, weil er die Sowjetunion wieder aufbauen will“, sagt Klitschko. „Aber die Ukraine will nicht zurück in die UdSSR. Wir sehen unsere Zukunft als demokratisches Land in Europa.“

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare