Dienstag, Dezember 6, 2022
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Human Rights Watch zur WM in Katar: Michalski: „Ich habe viel Heuchelei gesehen“

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Die Eröffnungsfeier? „Heuchelei.“ FIFA-Chef Infantino? Es erinnert ihn an Trump. Zum Auftakt der WM in Katar hat der Menschenrechtsaktivist Wenzel Michalski das Turnier deutlich kritisiert.

Der deutsche Leiter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Wenzel Michalski, äußerte sich im ZDF-Sportstudio kritisch zur Eröffnungsfeier der WM in Katar:

Michalski bezeichnete auch einen Auftritt des Präsidenten des FIFA-Weltverbands, Gianni Infantino, als „scheinheilig“. Er hatte zuvor auf einer Pressekonferenz Kritiker der WM in Katar verbal angegriffen.

In einem einstündigen Monolog startete Infantino am Samstag einen bizarren Rundumschlag gegen seine Kritiker. Die Behandlung der WM-Gastgeber ist heuchlerisch, rassistisch und unfair. „Diese einseitige Moralpredigt ist pure Heuchelei“, sagte er vor rund 400 Reportern in Doha.

Vor dem Hintergrund der Geschichte Katars sind die Verurteilungen der westlichen Welt unangebracht.

Michalski lässt diese Kritik nicht gelten: „Man kann vergangenes Unrecht nicht (für) aktuelles Unrecht rechtfertigen“, sagt der Menschenrechtler.

Er argumentiert nicht einmal aus deutscher oder europäischer Sicht, aber das sind Menschenrechte und sie gelten für alle, überall und immer. Auch Katar hat diese Menschenrechtserklärung unterzeichnet.

Eine große Debatte gibt es derzeit um die sogenannte „One Love“-Augenbinde. Die Kapitänsbinde steht für den Kampf „gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, für Frauenrechte und Menschenrechte im Allgemeinen“. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von Teams aus Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Wales, Frankreich, Dänemark, Norwegen und Schweden, die sich beide nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben. Kapitäne sollen die spezielle Armbinde tragen, doch die FIFA will dies nicht zulassen und droht Spielern mit gelben Karten, wenn sie die Armbinde tragen.

Wenn die Fifa von Gleichberechtigung spreche, „immer nur im Interesse der Autokraten, aber nie im Interesse der Bevölkerung“, sagte Michalski.

In einem Interview mit dem ZDF kritisierte auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf die FIFA. Und erklären die deutschen Pläne mit dem „One Love“-Verband:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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