Freitag, Juni 24, 2022
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Hungersnot unter Stalin Nouripour will Holodomor als Völkermord einstufen

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Deutschland soll den ukrainischen „Hungermord“ offiziell als Völkermord anerkennen. Dafür setzt sich Grünen-Chef Nouripour ein. Weil Diktator Stalin die Ukraine bewusst ausgehungert hat, aber auch weil Deutschland davon profitiert hat.

Grünen-Chef Omid Nouripour hat sich dafür ausgesprochen, die von Stalin 1932 und 1933 bewusst herbeigeführte Hungersnot – den sogenannten Holodomor – als Völkermord am ukrainischen Volk einzustufen. „Die Anerkennung dieses schrecklichen Verbrechens wäre ein wichtiges Signal der Empathie und des historischen Bewusstseins gegenüber den Menschen in der Ukraine“, sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Nouripour verwies auf eine entsprechende Petition aus der vergangenen Legislaturperiode an den Bundestag. „Wir Grüne unterstützen diese Sorge, weil es um das Leid und den Tod von Millionen Menschen in der Ukraine durch Stalin geht“, sagte der Grünen-Chef. Der Bundestag solle das Anerkennungsverfahren wieder aufnehmen, „zumal das Deutsche Reich damals von dem Getreideraub aus der Ukraine profitierte“, forderte er.

Das ukrainische Wort Holodomor bedeutet „Mord durch Hunger“. Der Holodomor bezieht sich auf eine große Hungersnot, die von der politischen Führung der damaligen Sowjetunion unter dem Diktator Joseph Stalin bewusst herbeigeführt wurde und der bis zu vier Millionen Ukrainer den Tod brachte. Auch in Südrussland und Kasachstan gab es damals Tote. Anfang April hat das tschechische Parlament vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine den Holodomor als Völkermord am ukrainischen Volk eingestuft und verurteilt.

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