Mittwoch, November 30, 2022
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IAEO besorgt über Angriffe Selenskyj fordert Nato-Schutz der Atomkraftwerke

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„Spiel mit dem Feuer“ nennt die UN-Atomaufsicht den erneuten Beschuss des Kernkraftwerks Saporischschja. Der ukrainische Präsident Selenskyj bittet die NATO um Hilfe beim Schutz des Geländes und warnt vor einer schwindenden Unterstützung für sein Land.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die NATO aufgefordert, die Atomkraftwerke des Landes vor russischer Sabotage zu schützen. „Alle Staaten haben ein Interesse daran, dass es in unseren Nuklearanlagen zu keinen gefährlichen Zwischenfällen kommt“, sagte er. „Wir alle brauchen Schutz vor russischer Sabotage in Nuklearanlagen.“ Das von Russland besetzte Kernkraftwerk Saporischschja wurde am Wochenende beschossen. Der Chef der UN-Atomaufsichtsbehörde warnte vor neuen Anschlägen. Diejenigen, die auf das Kraftwerk schossen, spielten „mit dem Feuer“, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. Russland und die Ukraine beschuldigten sich gegenseitig.

Experten der Internationalen Atomenergiebehörde haben das Kernkraftwerk Saporischschja inzwischen auf Schäden untersucht. Das teilte der Berater des russischen Atomkraftwerksbetreibers Rosenergoatom, Renat Karchaa, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur TASS mit. Die Experten hätten alle für sie interessanten Objekte besichtigen können. Die IAEA machte zunächst keine Angaben zu der Inspektion oder den Ergebnissen.

Selenskyj warnte die internationale Gemeinschaft, nicht auf Kiews Seite einzuknicken. „Ich fordere Sie auf, alles zu tun, damit unsere Gemeinschaft niemals geschwächt wird“, sagte Zelenskyj. In einer Videoansprache bei einer Plenarsitzung der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Madrid fügte er hinzu, dass jeder sehen könne, welchen Beitrag die Ukraine mit ihrem Kampf gegen die russische Aggression zur Sicherheit aller Demokratien leiste.

Selenskyj forderte erneut mehr Flugabwehrwaffen. Er forderte auch alle Parlamente der 30 Nato-Mitgliedsstaaten auf, Russland als „terroristischen Staat“ zu brandmarken. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte vor einer Lockerung der Unterstützung für die Ukraine. Er weiß, dass viele Menschen unter steigenden Energie- und Lebensmittelkosten leiden. Aber der Preis wird noch höher sein, wenn Russland gewinnt. „Autoritäre Regime auf der ganzen Welt werden lernen, brutale Gewalt anzuwenden, um zu bekommen, was sie wollen“, warnte Stoltenberg. Die Welt wäre noch unsicherer.

Stoltenberg rechnet zudem damit, dass die Verteidigungsausgaben über das aktuelle Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen werden. Er gehe davon aus, dass das Zwei-Prozent-Ziel künftig eher eine Untergrenze als eine Obergrenze darstellen werde, sagte er. „Jeder sieht jetzt die Notwendigkeit für mehr Ausgaben.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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