Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Im Schnitt 190 Euro mehr Bundestag beschließt höheres Wohngeld

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Mehr als eine halbe Million Haushalte in Deutschland beziehen Wohngeld. Mit ihrer Mehrheit im Bundestag hat sich die Ampel nun für eine Aufstockung entschieden. Mit der Novelle hat sich der Kreis der Berechtigten verdreifacht. Die Union spricht von einer guten Idee, aber mangelhafter Umsetzung.

Ab Januar sollen weitere Haushalte in Deutschland mit einem staatlichen Mietzuschuss entlastet werden. Auch das Wohngeld soll um durchschnittlich 190 Euro pro Monat erhöht werden, wie der Bundestag beschlossen hat. Zwei Millionen Haushalte könnten vom neuen Wohngeld profitieren, 1,4 Millionen mehr als bisher, sagte Bauministerin Klara Geywitz.

Dazu gehörten zum Beispiel Menschen mit geringem Einkommen, Rentner, Alleinerziehende – egal, ob sie zur Miete wohnen oder ein Eigenheim besitzen. „Mit dieser in ihrem Umfang historisch einmaligen Wohngeldreform stellen wir sicher, dass diese Menschen ihre Wohnkosten tragen können“, sagt Geywitz. Der Bundesrat muss der Reform noch Ende November zustimmen.

Im Schnitt erhalten Wohngeldhaushalte künftig rund 370 Euro im Monat. Das Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss für Haushalte, die keine Sozialhilfe beziehen, aber dennoch wenig Geld haben. Künftig sollen auch Personen, die den Mindestlohn beziehen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe beziehen, Wohngeld beantragen können.

Die Höhe des Wohngeldes hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern auch von Miete, Haushaltsgröße und Wohnort. Ob Sie Wohngeld bekommen, können Sie online mit dem Wohngeldrechner des Bauministeriums berechnen.

Bundeskanzler Olaf Scholz lobte die Entscheidung. „Ich freue mich, dass der Bundestag die große #Wohngeldreform beschlossen hat. Ab 2023 erhalten zwei Millionen Haushalte monatlich rund 190 Euro mehr und eine dauerhafte Heizkostenpauschale. Damit helfen wir allen mit kleinen Einkommen gerade durch die schwierige Zeit“, twitterte der SPD-Politiker

Die Opposition kritisierte die Wohngeldreform. „Wenn das so eine Jahrhundertreform werden soll, dann hättest du verdammt nochmal aufpassen sollen, dann hättest du schneller sein sollen. Was du uns hier vorstellst, ist bestenfalls gut gemeint. Ist es aber wirklich.“ schlecht gemacht“, sagte der CDU-Bauexperte Jan-Marco Luczak.

Der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) begrüßte die Entscheidung. „Die Bundesregierung setzt die richtigen Hebel ein, um mehr Menschen, die wirklich Unterstützung brauchen, vor der Überforderung in dieser angespannten Situation zu schützen“, sagte Präsident Andreas Mattner. Gleichzeitig forderte der ZIA, Wohngeldstellen so schnell wie möglich digital einzurichten. Nur so könne die Hilfe zielgerichtet und die Unterstützung schnell ausgezahlt werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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