Samstag, Mai 14, 2022
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Immer mehr Menschen über 67 gehen arbeiten

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Die Zahl der Menschen, die in Deutschland als Rentner arbeiten, ist stark gestiegen. Viele haben Teilzeitjobs. Aufgrund steigender Preise könnten es sogar noch mehr werden. Die Linke bezeichnet den Trend als „traurige Entwicklung“.

Die Zahl der Mitarbeiter im Rentenalter ist deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr waren 1,05 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland 67 Jahre oder älter. Davon waren 217.000 Menschen erwerbstätig und 835.000 einem Minijob nachgegangen.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke hervor, die dem Evangelischen Pressedienst vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND darüber berichtet.

Die entsprechenden Zahlen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. 2010 waren es noch rund 685.000 Beschäftigte, die mindestens 67 Jahre alt waren. 2015 waren es knapp 792.000 und 2018 gut 968.000.

„Das ist eine traurige Entwicklung“, sagte der Linke-Abgeordnete Sören Pellmann. „Die Zahlen sind auch die Folge eines Rentensystems, das den Lebensstandard der Bürger kaum sichert“, kritisierte er. „Wenn immer mehr Rentner arbeiten müssen, dann sind die Renten eindeutig zu niedrig.“ Trotz der Rentenerhöhung im Sommer wird dieses Problem durch die stark gestiegenen Preise immer größer.

In den westdeutschen Bundesländern stieg die Zahl der erwerbstätigen Rentner von knapp 600.000 im Jahr 2010 auf 890.000 im vergangenen Jahr.

Im Jahr 2010 arbeiteten in Ostdeutschland rund 90.500 Menschen, die mindestens 67 Jahre alt waren; 2021 waren es 162.000. Während im Jahr 2010 rund 87,7 Prozent der Beschäftigten über 67 Jahren einen Minijob hatten, waren es im vergangenen Jahr rund 79,4 Prozent.



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