Montag, Januar 24, 2022
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In Deutschland empfiehlt Stiko eine Auffrischimpfung für Kinder ab 12 Jahren

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Bisher gab es keine Empfehlung, nun hat die Ständige Impfkommission entschieden: Auch 12- bis 17-Jährige sollen eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) nun allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Covid-19-Auffrischimpfung. Die dritte Impfdosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer soll mindestens drei Monate nach der vorherigen Impfung verabreicht werden, teilte die Stiko mit Sitz am Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit.

Auch der Schutz vor einer Corona-Infektion durch die derzeit verfügbaren Impfstoffe lässt in der Altersgruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen nach wenigen Monaten nach. Auch bei der Omikron-Variante ist die Wirksamkeit der Impfung deutlich geringer. Bisher hatte die Stiko nur allen Erwachsenen ab 18 Jahren eine Auffrischimpfung empfohlen.

Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Stiko-Empfehlung zur Auffrischimpfung für Jugendliche begrüßt. „Jetzt können sich alle Jugendlichen und ihre Eltern sicher sein: Booster werden auch für 12- bis 17-Jährige empfohlen“, sagte der SPD-Politiker. Zudem hat die Ständige Impfkommission nun klargestellt, dass eine Impfung mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff als Impfung gilt. „Das sind wichtige Einschätzungen mit aktuellem Alltagsbezug.“ Gut, dass die Impfkommission so schnell reagiert hat.

Zuvor hatte er angesichts der rasant zunehmenden Corona-Infektionen im Bundestag dringend weitere Impfungen gefordert. Für jeden, der eine Auffrischimpfung wünsche, stehe der Impfstoff zur Verfügung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. „Diese Kampagne kann die Wand der Omikron-Welle zu einem steilen Hügel machen oder zumindest die Höhe der Wand begrenzen.“ Das rettet in beiden Fällen Menschenleben und trägt zum Schutz des Gesundheitssystems bei, damit beispielsweise Krebs- und Herzpatienten immer gut versorgt sind.

Lauterbach hat sich erneut für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht eingesetzt. Dies sei „der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie“. Langfristig sei dies nur möglich, „wenn die allermeisten Menschen so geimpft sind, dass auch bei neuen Varianten des Coronavirus keine schweren Verläufe mehr zu erwarten sind.“ Denn auch in Zukunft muss mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten gerechnet werden. Daher sollte eine Impfpflicht eingeführt werden – gründlich, aber zeitlich so, dass nicht wie bisher ein viertes Pandemiejahr eröffnet werden muss.

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