Montag, August 15, 2022
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"In perfekter Verfassung" Baerbock: Kanada entlarvt Putins Turbine-"Bluff"

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Russland drosselt seit Juni die Gaslieferungen über Nord Stream 1. Die Wartung einer Turbine in Kanada soll der Grund sein. Trotz eines möglichen Sanktionsverstoßes findet die Turbomaschine ihren Weg zurück nach Deutschland. Jetzt steckt sie fest.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock dankte Kanada für die Lieferung einer gewarteten Turbine für die Gaspipeline Nord Stream 1 nach Russland. „Als Regierung haben Sie sich für die europäische Solidarität eingesetzt“, sagte sie bei ihrem ersten Besuch in Kanada nach einem Treffen mit ihrer Amtskollegin Mélanie Joly. „Gemeinsam haben wir den Bluff des russischen Präsidenten aufgedeckt.“

Die kanadische Außenministerin Mélanie Joly verteidigte die Lieferung unter anderem gegen Kritik aus der Ukraine. Es ist klar, dass der russische Präsident Wladimir Putin einen „hybriden Krieg“ führt. „Putin wollte Spaltungen in unserem Bündnis säen.“ Das wollten sie nicht zulassen.

Die Turbine wurde von Siemens Energy in der kanadischen Metropole Montreal gewartet. Sie sitzt nun auf dem Weg nach Russland in Deutschland fest. Die kanadische Regierung steht unter Druck, den Versand zuzulassen. Ihr wird vorgeworfen, Sanktionen umgangen zu haben. Ein parlamentarischer Ausschuss ermittelt derzeit.

Bundeskanzler Olaf Scholz warf Russland indirekt vor, Vorwände für ausbleibende Gaslieferungen zu verwenden. Die Turbine für die Pipeline Nord Stream 1 sei jederzeit einsetzbar und lieferbar, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch beim Energietechnikkonzern Siemens Energy. „Die Turbine ist da, sie kann geliefert werden, es muss nur jemand sagen, ich will sie haben, dann ist sie ganz schnell da“, betonte Scholz. Dem Gastransport durch Nord Stream 1 steht dann nichts mehr im Wege. „Es ist offensichtlich, dass dem Weitertransport dieser Turbine und ihrer Installation in Russland nichts, aber auch gar nichts im Wege steht.“

Die Reduzierung der Gaslieferungen über Nord Stream 1 und die Nichterfüllung von Gaslieferverträgen hätten keine technischen Gründe, sagte die Kanzlerin. Die Turbine ist nicht nur in einwandfreiem Zustand, es gibt auch keine Gassanktionen gegen die Verwendung. Angesichts des russischen Krieges in der Ukraine müsse man sich aber darüber im Klaren sein, „dass es jederzeit vorgetäuschte Gründe geben kann, die dazu führen, dass etwas nicht funktioniert“, sagte die Kanzlerin.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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