Freitag, August 12, 2022
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Indiana verbietet Abtreibung fast vollständig nach Urteil des Obersten Gerichtshofs

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Vor wenigen Wochen hat der Oberste Gerichtshof der USA das landesweite Recht auf Abtreibung gekippt. Indiana ist der erste US-Bundesstaat, der das Gesetz massiv einschränkt. Das Weiße Haus bezeichnet dies als „verheerenden Schachzug“.

Indiana war der erste US-Bundesstaat, der seit dem wegweisenden Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA umfassende Beschränkungen des Zugangs zu Abtreibungen erließ. Der republikanische Gouverneur Eric Holcomb hat am Freitagabend (Ortszeit) das von beiden Parlamentskammern im Mittleren Westen der USA verabschiedete Gesetz unterzeichnet.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, nannte es einen „verheerenden Schritt“ nach der „extremen Entscheidung“ des Obersten Gerichtshofs. Sobald das Gesetz am 15. September in Kraft tritt, kann Indiana, Heimat von rund 6,7 Millionen Menschen, nur noch nach Vergewaltigung, Inzest, einer tödlichen Fehlbildung des Fötus oder wenn die schwangere Frau in Lebensgefahr oder ernsthafter Gesundheit ist, eine Abtreibung vornehmen lassen Probleme.

Vor Indiana hatten mehrere US-Bundesstaaten sogenannte Trigger-Gesetze zum Verbot von Abtreibungen erlassen, bis zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das unmittelbar nach dem Urteil in Kraft trat. In Indiana gab es jedoch kein solches Gesetz, der Staat hatte zuvor ein vergleichsweise liberales Abtreibungsgesetz. Abtreibungen waren bis zur 22. Woche erlaubt.

Alexis McGill Johnson, Vorsitzender von Planned Parenthood, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzen, nannte das Gesetz „grausam“ und „verheerend“. Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jean-Pierre, forderte den US-Kongress auf, „unverzüglich“ Gesetze einzuführen, die die Rechte von Frauen wiederherstellen würden, die vor der wegweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bestanden.

Am 24. Juni hob der Oberste Gerichtshof das wegweisende „Roe v. Wade“-Urteil von 1973 auf, das ein landesweites Grundrecht auf Abtreibung verankerte. Die Entscheidung löste ein politisches Erdbeben aus und gilt als historischer Wendepunkt. Da es kein Bundesgesetz zum Schwangerschaftsabbruch gibt, können die Bundesländer den Schwangerschaftsabbruch inzwischen weitgehend oder ganz verbieten.

Erst am Dienstag stimmten die Wähler in dem wie Indiana konservativen US-Bundesstaat Kansas in einem Referendum für den Erhalt des Rechts auf Abtreibung. Dort weigerte sich eine deutliche Mehrheit der Wähler, das Recht auf Abtreibung aus der Landesverfassung zu streichen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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