Dienstag, September 27, 2022
StartNACHRICHTENInflationsrate bei 10,4 Prozent Spanien will die Inflation mit einer Reichensteuer bekämpfen

Inflationsrate bei 10,4 Prozent Spanien will die Inflation mit einer Reichensteuer bekämpfen

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Die Inflation in Spanien ist auf dem höchsten Stand seit Mitte der 1980er Jahre. Die Regierung unterstützt die Bevölkerung mit Maßnahmen wie Gratistransport oder subventioniertem Benzin. Ein neues Gesetz soll nun zeitlich befristet eine Besteuerung „großer Vermögen“ ermöglichen.

Ab dem kommenden Jahr will die spanische Regierung das reichste Prozent der Bevölkerung vorübergehend zusätzlich besteuern, um Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung zu finanzieren. Es sei wichtig, dass „wir die Hilfe finanzieren können“, die eingerichtet wurde, um die „Mittelklasse und die Arbeiter“ zu unterstützen, sagte Finanzministerin María Jesús Montero gegenüber dem Fernsehsender La Sexta.

Die Regierung werde eine zweijährige Steuer auf Spaniens „große Vermögen“ erheben, die „nicht mehr als ein Prozent“ der Bevölkerung betreffen, sagte Montero. „Wenn wir von Reichen sprechen, sprechen wir von Millionären“, fügte der Minister hinzu. Zum Steuersatz oder den Steuereinnahmen machte sie keine Angaben.

Die spanische Regierung unter sozialistischem Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hatte bereits im Juli einen Gesetzentwurf zur Einführung einer temporären Steuer auf Banken und Energieversorger zur Finanzierung von Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten vorgelegt. Die Regierung hat mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Bürger angesichts steigender Preise zu entlasten. Dazu gehören kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, Stipendien und subventioniertes Benzin.

Auch Spanien kämpft mit steigender Inflation infolge der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine. Die Inflationsrate liegt seit Juni im zweistelligen Bereich und erreichte im August 10,4 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Mitte der 1980er Jahre.

Anfang August stemmte sich die EZB mit der größten Zinserhöhung seit Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002 gegen die Rekordinflation im Euroraum. Die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde beschlossen, den sogenannten Hauptrefinanzierungssatz anzuheben um dreiviertel Prozentpunkte auf 1,25 Prozent. Die Währungshüter reagieren auf die eskalierende Inflation, die zuletzt einen Höchststand von 9,1 Prozent erreichte.

Die Volkswirte der EZB gehen nun für das laufende Jahr von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 8,1 Prozent in der Eurozone aus, wie die EZB mitteilte. Noch im Juni lag die Prognose bei 6,8 Prozent. 2023 soll die Inflation 5,5 (Juni-Prognose: 3,5) Prozent betragen und 2024 auf 2,3 (Juni-Prognose: 2,1) Prozent sinken

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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