Montag, November 29, 2021
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Intensive Kapazitäten zu gering Bayerns Kliniken fürchten ein Weihnachtsdrama

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Bayern verzeichnet täglich dutzende neue Corona-Intensivpatienten. Die rasante Entwicklung stellt die Krankenhäuser im Freistaat vor eine fast unlösbare Aufgabe. Auch nach Patientenumzügen besteht zu Weihnachten noch Kollapsgefahr.

Angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Patienten befürchten Bayerns Kliniken zum Jahresende einen beispiellosen Notfall in der Pflege. Die Verlegung von Covid-Intensivpatienten in andere Bundesländer wird nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nur kurzfristig Abhilfe schaffen können. „Alle Prognosen deuten darauf hin, dass die Patientenzahlen weiter steigen werden und wir in Bayern nicht über ausreichende Intensivkapazitäten verfügen“, sagte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen der Deutschen Presse-Agentur. „Die aktuell noch verfügbaren Intensivkapazitäten im Norden werden uns nur für wenige Wochen helfen können, da auch dort die Auslastung steigt.“

Wegen der Überlastung der bayerischen Kliniken ist derzeit die Verlegung von rund 50 Patienten in andere Bundesländer in Vorbereitung. Doch aktuell wird in Bayern täglich eine zweistellige Zahl zusätzlicher Intensivpatienten in die Kliniken aufgenommen, allein am Mittwoch waren es mehr als 40. „Wir müssen die Zahl der Neuinfizierten in Bayern reduzieren“, sagte Engehausen. „Sonst geraten wir zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Drama, das es noch nie zuvor gegeben hat.“

Bayern hatte demnach harte Maßnahmen ergriffen. Alle Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Außerdem werden Clubs, Bars und alle Nachtrestaurants wieder geschlossen. Die Landesregierung will Einzelhändler von der 2G-Regel ausnehmen, die Zahl der Kunden aber auf einen pro zehn Quadratmeter begrenzen. Außerdem soll für die Gastronomie eine Ausgangssperre ab 22 Uhr eingeführt werden. Für Veranstaltungen im Kultur- und Sportbereich gilt eine Obergrenze von 25 Prozent Auslastung, was auch die Zuschauerzahlen für Spiele bayerischer Vereine in der Bundesliga begrenzt.

Auch Bayern hat Landkreise mit einer Corona-Inzidenz von über 1000 gesperrt. „Hier muss alles geschlossen werden“, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Ausnahmen gibt es für Kitas, Schulen und Einzelhändler. In diesen Bezirken wird ein Kunde pro 20 Quadratmeter zum Einzelhandel zugelassen. Die Lockdown-Maßnahmen sollen bis Mitte Dezember gelten.

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