Dienstag, Dezember 6, 2022
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Israel bietet Hilfe für 21 Tote bei Brandkatastrophe im Gazastreifen an

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In einer Wohnung im größten Flüchtlingslager im Gazastreifen bricht ein Feuer aus, die Flammen greifen schnell auf das gesamte Gebäude über. Für die Menschen im Haus kommt jede Hilfe zu spät. Es wird angenommen, dass gespeicherter Kraftstoff zu einem Brandbeschleuniger wurde.

Bei einem Hausbrand in einem Flüchtlingslager im Gazastreifen sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien sieben Kinder, sagte der Direktor des örtlichen Krankenhauses, Salah Abu Laila. Die Klinik befindet sich in der Nähe der Unfallstelle im nördlichen Teil der Küste.

Nach Angaben des Gaza-Ministeriums für innere Sicherheit brach das Feuer im obersten Stockwerk eines dreistöckigen Hauses im Flüchtlingslager Jabalia aus und breitete sich auf den Rest des Gebäudes aus. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden alle Insassen getötet. In dem Gebäude sollen große Mengen Treibstoff gelagert worden sein. Die Brandursache soll nun von einem Sonderausschuss ermittelt werden. Augenzeugen berichteten, dass zuvor in dem Haus eine Party stattgefunden habe. Dementsprechend feierte die Familie die Rückkehr eines Verwandten aus dem Ausland. Videos zeigten, wie zahlreiche Einsatzkräfte versuchten, die Flammen zu löschen.

Die regierende islamistische palästinensische Organisation im Gazastreifen, Hamas, sagte, sie betrauere den Verlust der 21 palästinensischen Familienmitglieder und rief die Bevölkerung auf, an ihren Beerdigungen teilzunehmen. Nach Angaben seines Beraters Hussein al-Sheikh hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Freitag zum Trauertag erklärt, „an dem an allen offiziellen Orten Flaggen auf Halbmast gehisst werden“.

Jabalia ist das größte der acht Flüchtlingslager im Gazastreifen. Es liegt im Norden in der Nähe des gleichnamigen Dorfes. Nach dem ersten arabisch-israelischen Krieg 1949 flohen rund 35.000 Palästinenser in das Lager. Heute leben dort auf knapp eineinhalb Quadratkilometern mehr als 110.000 registrierte Flüchtlinge. Zuletzt, im März 2020, brach in einer Bäckerei im Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen ein verheerendes Feuer aus. Damals kamen 15 Menschen ums Leben, als eine Gasflasche explodierte.

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz twitterte sein Beileid und bot an, bei der Evakuierung der Verletzten zu helfen. Auch aus den Nachbarländern Jordanien und Ägypten gab es Beileidsbekundungen und Hilfsangebote.

Rund 2,2 Millionen Menschen leben im Gazastreifen unter sehr schlechten Bedingungen. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros sind mehr als 60 Prozent der Einwohner auf Hilfsgüter angewiesen. Strom gibt es nur wenige Stunden am Tag. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht. Viele Menschen lagern große Mengen Benzin oder Gas ein, um sich auf den Winter vorzubereiten. Die Hamas übernahm 2007 die Macht in Gaza. Israel verschärfte dann eine Blockade des Gebiets, unterstützt von Ägypten.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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