Samstag, Oktober 16, 2021
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Israel droht dem Iran mit Konsequenzen im Atomstreit

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Es gebe Momente, „in denen Nationen Gewalt anwenden müssen, um die Welt vor dem Bösen zu schützen“, warnt Israels Außenminister Lapid den Iran. Wenn ein Terrorregime eine Atomwaffe bekommt, muss die zivilisierte Welt zeigen, dass sie sie nicht zulassen wird.

ichIsrael hat dem Iran im Atomkonflikt erneut mit klaren Worten gedroht. „Wir wissen, dass es Momente gibt, in denen Nationen Gewalt anwenden müssen, um die Welt vor dem Bösen zu schützen“, sagte der israelische Außenminister Jair Lapid am Mittwoch in Washington bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Antony Blinken und Abdullah bin Sajid.

„Wenn ein Terrorregime kurz davor steht, eine Atomwaffe zu bekommen, müssen wir handeln und deutlich machen, dass die zivilisierte Welt dies nicht zulassen wird“, sagte Lapid. Israel behält sich das Recht vor, jederzeit und auf jede Weise zu handeln. „Das ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Verantwortung.“

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde verstößt der Iran weiterhin gegen die Vorgaben des Wiener Atomabkommens von 2015, das den Bau einer Atombombe verhindern sollte. Teheran erklärt, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient. Israel und der Iran sind Erzfeinde. Blinken betonte, dass der diplomatische Weg im Umgang mit dem Iran am effektivsten sei. Aber sie sind bereit, „andere Optionen in Betracht zu ziehen“, wenn der Iran seinen Kurs nicht ändert. Sie arbeiten an einer Rückkehr zum Atomabkommen, aber „die Zeit wird immer kürzer“.

US-Präsident Joe Biden hatte bereits im Sommer angekündigt, dass die USA in den Beziehungen zum Iran zunächst auf Diplomatie setzen würden. „Aber wenn die Diplomatie scheitert, sind wir bereit, uns anderen Optionen zuzuwenden.“ Der iranische Sicherheitsrat interpretierte diese Aussage als „illegale Bedrohung“ und verurteilte sie. Israels Verteidigungsminister Benny Gantz sagte im August: „Es ist Zeit für diplomatisches, wirtschaftliches und sogar militärisches Handeln – sonst werden die Angriffe weitergehen.“

Die seit April in Wien laufenden Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens wurden nach der Präsidentschaftswahl Mitte Juni und dem Regierungswechsel im Iran unterbrochen. Die verbleibenden Partner des Deals versuchen, die USA wieder in den Deal einzubeziehen. Gleichzeitig soll auch der Iran seine Auflagen wieder einhalten. Die USA traten 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen aus.

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