Donnerstag, Juni 23, 2022
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Italien: Seenotretter Rackete bringt Salvini erneut vor Gericht

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2019 brachte Seenotretter Rackete Flüchtlinge nach Lampedusa – gegen den Willen des damaligen italienischen Innenministers Salvini. Er hat sie öffentlich beleidigt und muss sich nun vor Gericht dafür verantworten.

Kapitänin Carola Rackete wirft Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini Verleumdung vor. Der Chef der rechten Lega griff sie an und schadete ihrem Ansehen.

Der 34-jährige Deutsche brachte im Sommer 2019 als Kapitän des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ 40 Migranten nach Lampedusa – trotz eines vom damaligen Innenminister Salvini verhängten Einfahrtverbots in den Hafen.

Salvini attackierte Rackete daraufhin im Fernsehen und über soziale Netzwerke, unter anderem als „Gesetzlose, Komplizen von Schmugglern, potenzielle Mörderin, Kriminelle und Pirat“. Rackete zeigte den Lega-Politiker dafür an.

Zum Prozessauftakt in Mailand wird Rackete nicht vor Gericht erscheinen. Sie sei nicht daran interessiert, „Zeit mit Mr. Salvini zu verschwenden“, sagte sie.

Im vergangenen Jahr war Rackete in Italien mit einer weiteren Klage gegen Salvini gescheitert. Sie hatte unter anderem gefordert, die Konten des Politikers in den sozialen Netzwerken zu schließen, weil er Hassbotschaften verbreitete.

Derzeit läuft in Palermo ein weiterer Prozess gegen Salvini. Dort wird verhandelt, ob der Lega-Vorsitzende womöglich gegen das Gesetz verstoßen hat, als er als Innenminister dem Rettungsschiff „Open Arms“ die Einreise verweigerte.



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