Donnerstag, Januar 20, 2022
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Johnson gerät weiter unter Druck Bericht: Lockdown-Party vor der Beerdigung von Prinz Philip

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Die „Partygate“-Affäre macht dem britischen Premierminister zu schaffen. Auch im April 2021 soll es in seinem Büro eine weitere Party gegeben haben. 30 Mitarbeiter sollen gefeiert haben – trotz Lockdown.

Dutzende Mitarbeiter des britischen Premierministers Boris Johnson sollen am Vorabend der Beerdigung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April 2021 Lockdown-Partys in der Downing Street veranstaltet haben. Die Zeitung „Daily Telegraph“ berichtete am Donnerstagabend unter Berufung auf Augenzeugen, es gehe um den Abschied von zweien Vertraute des Regierungschefs. Johnson selbst war daher nicht anwesend. Die Zeitung schrieb, Downing Street habe die Berichte nicht dementiert.

Mitte April 2021 galten strenge Abstandsregeln, Angehörige verschiedener Haushalte durften sich nicht in geschlossenen Räumen treffen. Die Zeitung betonte, dass Königin Elizabeth II. (95) wegen der Corona-Regeln am nächsten Tag bei der Beerdigung ihres Mannes ganz allein in der Kapelle sitzen musste.

Auf den Partys wurde viel Alkohol getrunken und getanzt, berichtete der Telegraph. Für die Musik war zeitweise ein Berater von Johnson zuständig. Alkoholische Vorräte wurden in einem Koffer aus einem nahe gelegenen Supermarkt gebracht. Ein Teilnehmer benutzte die Schaukel seines Sohnes im Garten von Johnsons Amtssitz und zerbrach sie. An den beiden zunächst getrennten Veranstaltungen, die sich gegen Mitternacht vermischt hätten, sollen insgesamt rund 30 Personen teilgenommen haben.

Johnson wurde wegen mehrerer angeblicher Lockdown-Partys in der Downing Street im Mai und Dezember 2020 heftig kritisiert. Die Opposition und einige Tory-Abgeordnete fordern seinen Rücktritt. Der Ministerpräsident entschuldigte sich erst am Mittwoch. Dies ist nun der erste bekannte Vorfall aus dem Jahr 2021. Kommentatoren wiesen darauf hin, dass die Beerdigung des Queen-Gemahls zeitlich so knapp war. Johnson hatte darum gebeten, das Ergebnis einer laufenden internen Untersuchung abzuwarten.

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